Immobilien in Südwestflorida

Markus Hartwich, P.A., Staatl. gepr. Immobilienmakler

GRI (Graduate of Realtor Institute)
ACCRS (Accredited Cape Coral Residential Specialist)
RNCS (Residential New Construction Specialist)

Erfahrungsbericht Neubau

(Hier können Sie den kompletten Bericht mit Bildern als pdf herunterladen)

 

Erfahrungsbericht Neubau Modell Gulf Gateway

 

Hinweis: Im Artikel sind keine Bilder enthalten, laden Sie sich bitte das pdf herunter, somit erhalten sie den gesamten Bericht mit Fotomaterial!

 

Das Projekt „Coral Laguna“
Nach ungefähr 20 Jahren regelmäßigen Urlaubes im "Venedig der USA" - Cape Coral Florida - lässt uns dieses Fleckchen Erde definitiv nicht mehr los. Wie oft dachte man, woanders gibt es auch schöne Orte, doch aus irgendeinem Grund zieht es einen immer wieder hier hin. So war es schon immer unser Traum, unser eigenes Ferienhaus in Cape Coral zu haben, um auch hier "nach Hause" kommen zu können. Nun ist endlich die Entscheidung gefallen. Es wird gebaut, denn was zur Zeit am Markt zu gegeben Preisen vorhanden ist, spiegelt wieder einen starken Aufwärtstrend wieder und da erscheint uns eine Eigenplanung doch weitaus vorteilhafter.


Eigentlich gestaltet sich die Grundstückssuche ganz einfach: man sucht sich einen deutschsprachigen Makler vor Ort über das Internet, lässt sich das MLS Kundenportal kostenlos einrichten und klickt sich dann durch die Ergebnisse, die über zuvor gewählte Filter festgelegt werden können.


Klingt einfach......ist es auch. Aber jetzt sehen Sie eine Vielzahl von Grundstücken (je nach Suchkriterien mehrere Dutzend) mit Aufnahmen aus Google-Earth oder vielleicht auch Aufnahmen vor Ort, den Preis, die Größe, die Angaben des Verkäufers und viele Daten mehr, die einem erstmal gar nichts sagen. Was tun mit all diesen Daten, was ist nun gut, was schlecht, was günstig und was zu teuer?


Gut, einen Vorteil hatten wir, einen ganz entscheidenden sogar. Nach so vielen Jahren in diesem "Städtchen" sind einem die schönen als auch weniger schönen Ecken bekannt, man weiß auf was man achten muss, wo es Probleme geben kann. Da sind zum Beispiel Dinge wie die Wohngegend, ist diese eher veraltet mit Häusern aus den Siebzigern, die damals noch einen ganz anderen Baustil hatten und mit heutigen Villen leider rein gar nichts mehr zu tun haben, weder innen noch aussen. Auch die Lage an breiteren Strassen spielt eine enorme Rolle, wenn es um die Ruhe geht, die man als Urlaubsgast genießen möchte. Aber auch ganz andere entscheidene Kriterien beeinflussen natürlich direkt den Kaufpreis, da wäre zum Beispiel die Lage in Bezug zum 640km langen Frisch- und Salzwasser- Kanalsystem, welches Cape Coral so berühmt macht. Logisch das ein Grundstück mit einem kurzen Zugang zum Golf von Mexiko in einer anderen Preiskategorie angesiedelt ist als ein Grundstück, von dem aus man sich erst einmal eine Stunde oder länger auf den Kanälen vorwärts bewegt, bis man den Caloosahatchee River erreicht und letztendlich dann in den Golf gelangt. Rückwärtige Ost-, Süd-, West-, Nord-Ausrichtung sind alles Kriterien, die man für sich erst einmal festlegen muss.


Aufgrund dieser Tatsache und den vielen vielen Suchergebnissen ist man lange Zeit beschäftigt, seine Favoriten zu finden, die es dann lohnt vor Ort anzuschauen……oder man hat einfach einen guten Makler, der einem all diese Informationen aus der Erfahrung geben kann, der die Nachbarschaften kennt, Informationen wie Steuerbeträge und Restlasten aus der Erschliessung des Wassernetzes sowie Klassifizierungen und Baueinschränkungen einsehen kann und einem einfach eine grosse Hilfe sein kann in der Wahl des Standortes, auch im Bezug auf das Haus, das man plant zu bauen.


Preisfaktor Kanalmauer & Resterschliessungkosten
Ein entscheidender Faktor bei den Grundstückspreisen sind die Kanalmauer (Seawall) und die verbleibenden Erschliessungskosten, die sog. Assessments, die auf dem Grundstück noch lasten können. Bei den Grundstücksangeboten (Listings) fallen einem gleich diverse Preisunterschiede auf, obwohl sich die verglichenen Grundstücke von der Lage her vielleicht ähneln. Ein ganz gravierender Faktor dabei ist, ob das Grundstück bereits mit einer Seawall ausgestattet ist oder nicht. Jedes Grundstück, welches am Wasser liegt, hat irgendwann mal eine einfache, nicht gemauerte natürliche Angrenzung an das Wasser gehabt. Dass heisst es fällt zum Wasser hin einfach ab und ist meistens am Rand bewachsen. Dieser Bewuchs darf nicht entfernt werden, da das Grundstück sonst durch die Erosion des angrenzenden Wassers abgetragen würde. Soll ein Grundstück bebaut werden, muss die Bepflanzung entfernt werden, um Platz für eine Seawall zu schaffen. Dies ist eine Betonwand, die das Wasser mit seinen unterschiedlichen Pegelständen durch Ebbe und Flut vom Boden fernhält. Da es bei den Standardbreiten von ca. 25m eines Grundstückes und durch die Art der Installation - das Wasser muss zum Betonieren ferngehalten werden - um eine recht komplexe Angelegenheit handelt, ist der Preis einer Seawall recht beachtlich. Um die $10.000-$12.000 müssen kalkuliert werden für ein Standardgrundstück. Manchmal kann es sein, dass das Grundstück bereits eine Seawall hat und man diesen Kostenfaktor ausser Acht lassen kann – oder aber sie ist so alt, dass sie evtl. ersetzt werden muss. Ob eine Seawall installiert ist oder nicht, sollte man also als erstes in den Daten des Listings prüfen, bevor man sich von einem günstigen Preis blenden lässt.


Ein weiterer wichtiger Faktor sind die Assessments. Dahinter verbergen sich die Erschließungskosten für das Grundstück. Diese werden in Cape Coral anders abgeführt, als wir das aus Deutschland kennen. In den meisten Fällen werden diese auf 20 Jahre finanziert und mit den jährlichen Steuern an die Stadt in Raten abgeführt. Verkauft nun der Besitzer das Grundstück, gehen die Restlasten auf den Käufer über. Je nachdem wie lange er im Besitz des Grundstückes war und wann es von der Stadt angeschlossen wurde, können diese Restlasten sehr unterschiedlich hoch sein. Es ist durchaus möglich, dass noch weit über $10.000 zu zahlen sind, die man aber auch weiterhin jährlich abführen kann, also nicht auf einmal bezahlt werden müssen. Die Assessments teilen sich in 3 Bereiche auf: Water, Sewer und Irrigation. Das Erste ist ganz klar der normale Trinkwasseranschluss, das Zweite das Abwasser und das Dritte das Sprinklerwasser für den Garten. Dabei handelt es sich um minderwertig aufbereitetes Grundwasser.


Je nachdem wo das Grundstück liegt, kann es sein, dass noch gar keine Erschliessung stattgefunden hat, wie z.B. im Norden Cape Corals, wo keiner bisher an das Stadtwasser angeschlossen ist. Hier kommt dann Brunnenwasser und Sickergrube zum Einsatz. Wird das Gebiet später einmal erschlossen, kommen diese Assessments dann kurz nach Fertigstellung des Projektes auf. Das kann unter Umständen auch einige Jahre nach dem Kauf sein. Generell kann man sagen: Je breiter und grösser ein Grundstück ist, desto höher sind meistens auch die Seawall- und ursprünglichen sowie verbliebenden Assessmentkosten.


Grundstückssuche live vor Ort
Nachdem nun wochenlang eine gewisse Vorauswahl von Deutschland aus getätigt wurde, war es endlich an der Zeit, die Favoriten vor Ort anzuschauen, um sich ein reales Bild machen zu können. Stimmt die Lage? Ist die Nachbarschaft gut? Ist der Weg auf dem Kanal zum Golf so kurz wie gewünscht? Was und wie groß kann ich hier bauen? Fragen, die man sich vor Ort wieder aufs neue stellt. Schließlich kann nichts mehr daran geändert werden, wenn ein Grundstueck erst einmal gekauft ist und man dann feststellen müsste, die Entscheidung ist eine falsche gewesen. So fährt man von Grundstück zu Grundstück, idealerweise mit seinem Makler, der einem immer wieder hilfreiche Tipps geben oder auf spezielle Umstände aufmerksam machen kann. Was manchmal als Top betrachtet wurde, kann sich unter Umständen dann doch als Flop erweisen, wenn der Fachmann sein Wissen einfliessen lässt, denn es gibt tatsächlich eine ganze Menge Dinge, die man so nicht einfach sehen oder wissen kann.Wie oft habe ich den Spruch schon gehört "Der Weg ist das Ziel". Manchmal trifft er zu, manchmal träumt man aber auch nur vom Ergebnis seiner Arbeit und stellt sich vor, wie schön jetzt alles sein könnte, wenn man denn schon fertig wäre. Im Zusammenhang mit der Grundstücksuche in Cape Coral bekam diese Lebensweisheit aber eine ganz andere Bedeutung.


In Cape Coral gibt es ca. 40.000 Wassergrundstücke, davon liegen ca. 12.000 an einem Frischwasserkanal ohne direkten Zugang zum Golf von Mexiko. Die restlichen ca. 28.000 Grundstücke liegen an einem Salzwasserkanal mit Zugang zum Golf. Die Gesamtlänge dieser Kanäle beträgt über 640km. Wenn man sich nun aufgrund der Tatsache, dass man direkt vom Haus aus mit dem Boot bis hinaus auf den Golf von Mexiko fahren will, für ein Wassergrundstück entscheidet, kommt es darauf an, wie weit das Grundstück von der Ausfahrt ins offene Wasser entfernt liegt. Andernfalls kann man längere Zeit auf den Kanälen verbringen, bis man das offene Wasser erreicht. Kanalfahrten sind zwar auch schön, können aber je nach Jahreszeit durch drückende Hitze und ohne ausreichenden Fahrtwind sehr lang erscheinen. Ebenso bei unbeständigem Wetter bzw. hoher Regenwahrscheinlichkeit ist es vorteilhafter, man hat einen kurzen Zugang zum Golf und kann so seine Bootsausfahrten flexibler und kurzfristiger planen. So soll es also nicht irgend ein Wassergrundstück sein, sondern eines mit kurzem Zugang zum Golf von Mexiko und wenig Strecke im Kanalsystem von Cape Coral. Die Strecke vom Ausgang aus Cape Coral in den Callosahatchee River ist zum Schutz der Manatees, von denen es nur noch ca. 3.000 in Florida gibt, mit mehreren Langsam-Fahrzonen versehen, sodass auch hier mehr Zeit zum Vorwärtskommen benötigt wird.


Das Triple Lot
In Sachen Grundstücksgröße wird es einem in Cape Coral sehr einfach gemacht. Das Land ist in sog. Lots eingeteilt, ein Lot hat in der Regel 5.000 Quadratfuss (ca. 465qm). Eine bebaubare Grundstückseinheit besteht generell aus 2 Lots. Manchmal werden in bestimmten Wohngegenden sogenannte Triple Lots angeboten. Diese haben dann, wie der Name schon sagt, drei Lots und sind meist 15.000 Quadratfuss (ca. 1.400qm) groß. Eckgrundstücke zum Beispiel haben ebenfalls meistens etwas mehr Fläche. Was die Wahl der Grundstückgröße angeht hat man also nicht viele Möglichkeiten. Das ist auch gut so, denn es gibt genügend andere Faktoren, die einem die Wahl nicht einfach machen. Einige davon habe ich bereits vorher erwähnt. Man könnte nun denken, für was um Himmels Willen braucht man für ein Ferienhaus eine Grundstückfläche von über 1.000qm? Nun, hier in Cape Coral Florida ist nun einmal alles ein wenig anders. Die Villen sind meist einstöckig. Vereinzelt sieht man auch 2-Story Homes, also zweistöckige. Da es hier keine Keller gibt, benötigt man mehr Platz auf einer Ebene. Das heisst, alles was man so rumstehen hat, ist beim Amerikaner eben in der Garage. Glauben Sie nicht, wenn Sie die vielen Einfamilienhäuser sehen die drei Garagen haben, dass da auch drei Autos drin stehen. Dazu kommt dass die Grundstücke meist tiefer als breit sind. Abstandsflächen sind so ähnlich wie bei uns in Deutschland und schnell hat man den Platz verbraucht. Wenn man also ein Ferienhaus mit 4 Schlafzimmern, 4 Bädern, Wohnzimmer, Küche, Büro, Waschküche, 180qm Poolareal und drei Garagen bauen will tut man gut daran, seine Suche auf übergroße Grundstücke auszuweiten. Mit dieser Erkenntnis wird es dann schon sehr dünn mit Angeboten, bei denen alle Faktoren passen.

 

MLS - Multiple Listing Service
Eine weitere geniale Sache haben wir bei der Grundstückssuche kennengelernt, den “Multiple Listing Service”, kurz “MLS”. Was verbirgt sich dahinter? Nun, es ist eine zentrale Datenbank aller von Immobilienbüros angebotenen Grundstücke und Häuser, auf die auch jeder Makler Zugriff hat. Es spielt also keine Rolle an welchen Makler man sich wendet, die Ergebnisse sind immer die Gleichen. So sollte man sich seinen Makler schlichtweg nach dem Vertrauensaspekt auswählen, welches man ihm bei der Beratung entgegen bringen kann. Für uns war das Markus Hartwich (http://www.capecoralhaus.com). Hier stimmte einfach die Kommunikation und das Engagement von Anfang an, so dass keine Zweifel aufkamen, die richtige Vertrauensperson gewählt zu haben. Nicht nur aufgrund dessen, dass Markus eine ganze Menge Erfahrung mit sich bringt, sondern aktiv in allen Belangen berät und das war speziell wichtig im Hinblick auf das Projekt Neubau. Eine tolle Funktion des MLS ist, dass man sich durch einen Makler einen Zugang zum System mit persönlichem Login verschaffen kann. Hier werden dann die Suchkriterien erfasst und schon erhält man täglich alle Angebote die den persönlichen Anforderungen und dem gewählten Preisbereich enstprechen. Die Zeit der Suche war dann auch recht zügig vorbei - wir haben es gefunden - DAS Grundstück, welches genau unseren Vorstellungen entspricht...der Platz, an dem zukünftig ein weiteres schönes Ferienhaus in Cape Coral stehen wird, steht nun fest:

  • Triple Lot
  • 15.000 Quadratfuss Fläche (1500qm)
  • Rückwärtige Ausrichtung gen Westen
  • Nette Nachbarschaft mit schönen, neueren Häusern
  • Golfzugang in ca. 35min. Fahrzeit mit dem Boot


Ein sehr großer Vorteil dieses Triple-Lots ist, dass auch die Nachbargrundstücke ausschließlich aus diesen übergroßen Grundstücken besteht. Wo liegt der Vorteil bzw. für was braucht man das? Nun, ganz einfach, vergleichen Sie einmal die Ansichten der Wohngebiete miteinander, zum Beispiel mit Google Street-View. Zwar sind ja die standardmäßig 1.000qm großen Grundstücke nicht gerade klein, doch meist aber sehr schmal und dafür lang, in der Regel konkret eben 80 Fuss breit und 125 Fuss tief, dass sind 24 Meter Breite auf 38 Meter Tiefe. Wenn die Villen eine normale Größe haben, dann meist mindestens 18 Meter Breite. Es bleiben also oft wenige Meter zum Nachbargrundstück, wie in Deutschland auch. In Wohngebieten mit Standardgrundstücken, also 2 Lot Breite, stehen die Häuser mit einem Abstand von ca. 5 Metern nebeneinander, das ist auch in etwa das Maß welches Pflicht ist. Unser Triple Lot hat 120 Fuss Breite und 125 Fuss Länge, also gut 36 Meter Breite auf die üblichen 38 Meter Tiefe. Das sind in der Breite ganze 12 Meter mehr. Und die tun gut, denn bei unserem geplanten Ferienhaus mit 4 Schlafzimmern & 4 Bädern sowie 3 Garagen kommt eine Breite von fast 22 Metern zusammen. Es bleiben damit immer noch 14 Meter übrig, bei mittiger Ausrichtung des Hauses also 7 Meter bis zu den Grundstücksgrenzen des Nachbars.

 

Der Grundstückskauf
Hat man das richtige Grundstück gefunden und ist der Kaufvertrag gemacht, folgt der Gang zum Notar...oder vielleicht doch nicht? Der Kauf eines Grundstückes in Florida und die damit verbundene Abwicklung ist ganz anders als in Deutschland. Auch wenn einem der Makler erzählt, dass der Kauf eines Real Estate Property (Grundbesitz) völlig problemlos und easy von statten geht, so wirklich glauben tut man das nicht, zumindest solange bis man es durchlebt hat. In der Tat ist es weitaus leichter, als man glauben mag. Tatsächlich kann man den Kauf auch komplett von Deutschland abwickeln, wenn man das möchte. Hat man dem Makler seinen Kaufwunsch mitgeteilt, übermittelt dieser eine Offerte an den Makler des Verkäufers. Wird man sich generell einig bezüglich der Konditionen, sollte man innerhalb kürzester Zeit den Vertrag zurückerhalten, sodass der Kauf stattfinden kann. Sodann gehen alle notwendigen unterschriebenen Dokumente zusammen mit einer Anzahlung an die Title Company. Das ist eine Notarfirma, die den Dokumentenfluss und die Übermittlung des Geldes regelt. In der Zwischenzeit sollte man Überprüfungen des Grundstückes vornehmen, die z.B. für den Bau notwendig sind oder auch eine Vermessung machen lassen. Wenn alles korrekt und in Ordnung ist, kann kurz darauf das Closing folgen, der Tag an dem Besitz und Geld den Eigentümer wechselt. Danach gehen die Dokumente noch an die Behörden und man wird als neuer, steuerpflichtiger Besitzer eingetragen. Mehr ist es nicht, einen Gang zum Notar, wie man es hier aus Deutschland kennt, gibt es nicht.


Beginn der Bauplanung
Jetzt geht es los. Ein Grundriss muss her...Obwohl die Grundstücke wie eingangs schon erwähnt recht groß sind, kommt es ganz konkret auf die Breite darauf an, was man später darauf bauen kann. Nicht jedes der Häuser, die man in Cape Coral sieht, lässt sich auf einem Standardgrundstück mit 2 Lot Breite bauen. Insbesondere bei den Garagen kommt man dann schnell an die Grenzen des Machbaren, wenn die Abstandsflächen eingehalten werden sollen. So sollte man sich natürlich vorher Gedanken machen, welchen Grundriss das zukünftige Eigenheim bzw. Ferienhaus haben soll oder muss, bevor man ein Grundstück kauft. Spielt sich das in der Größe von 3 Schlafzimmern und 2 Bädern und einer Doppelgarage ab, gibt es generell keine Probleme. Nun aber zurück zum Thema, wo bekommt man eigentlich einen Grundriss her? Muss man zum Architekten? Die Antwort ist nein. Es gibt natürlich sogenannte "Designer", die einem Architekten gleichkommen und die gesamte Planung machen, wenn man aber das Rad nicht komplett neu erfinden will, ist der Gang zu einem solchen nicht unbedingt notwendig. Die meisten Bauträger (Builder genannt), bieten eine ganze Reihe Standard-Grundrisse an, die sich schon oft bewährt haben und viele Male gebaut wurden. Eine Suche im Web lässt hier einen schon jede Menge befriedigendes Material finden. Gewisse kleine Veränderungen, die nicht eine komplette Neuberechnung der Statik erfordern, können meist von den Buildern selbst durchgeführt werden.


Planänderung
Welcher Grundriss ist sinnvoll, was lässt sich ändern? Sind wir mal ehrlich, oft steht doch der Nutzen einer Sache im direkten Kontrast zur Schönheit. Es gilt den bestmöglichen Kompromiss zu finden. Im diesem konkreten Fall soll ein sowohl ein innen als auch aussen optisch ansprechendes Haus gebaut werden, was durchaus wieder einmal verkauft und als normales Haus genutzt werden kann, anderseits aber auch sinnvoll zur Vermietung als Ferienhaus für mehr als 4 Personen geeignet ist. Dass eine Villa aber nicht aussehen muss wie ein Motel, Zimmer an Zimmer nebeneinander gereiht, wenn es trotzdem Platz für viele Personen bieten soll, beweist ein qualifizierter Builder aus Cape Coral, der auch schon den einen oder anderen Award gewonnen hat. Da es bereits sehr viele Häuser gibt, die dem typischen Standard entsprechen, also 3 Schlafzimmer und 2 Bäder haben, wollen wir hier in eine andere Richtung und haben die Herausforderung angenommen. Aus eigener Erfahrung in den letzten Jahren bei der Ferienhaussuche nach Villen mit Schlafgelegenheiten für 8 oder gar 10 Personen, fiel einem die Auswahl meist nie schwer, weil schlichtweg das Angebot sehr rar ist. Selbst bei der Suche nach "nur" 6 Schlafgelegenheiten, stösst man immer wieder auf die gleichen Hindernisse, nämlich die Anzahl der Bäder. Sollten Sie schon einmal in Cape Coral ein Ferienhaus gemietet haben, weiss ich nicht wie Sie mit dem Problem klar gekommen sind. Wir hatten damit immer Schwierigkeiten. Wird das Haus ausschließlich mit Erwachsenen bewohnt, wer bekommt das kleinste Zimmer? Wer nutzt mit einem anderen Schlafzimmer zusammen das Gemeinschaftsbad? Wer bekommt ein Zimmer mit angrenzendem Poolbad? Für uns war das immer eine Hürde. Doch es geht auch anders. Wir haben einen Grundriss gefunden und es binnen kürzester Zeit Dank eines sehr kompetenten Maklers und einem sehr flexiblen Builder geschafft, unsere zusätzlichen Wünsche und die dadurch nötigen Änderungen so einfließen zu lassen, dass wir ein Ferienhaus bauen können mit 4 Schlafzimmern, 4 Bädern die direkt aus dem jeweiligen Zimmer begehbar sind, ein fünftes Zimmer (Büro) welches auch als weiteres Schlafzimmer genutzt werden kann und ebenfalls einen direkten Zugang zu einem Bad hat, in dem Fall das Masterbad. So haben 8 Personen ihre Privatsphäre durch ein eigenes Bad. Der Zugang aus dem Büro (mit Schlafcouch) ins Masterbad ist ideal für Familien mit Kindern, die den Masterbedroom, das Masterbad und das fünfte Zimmer als eigenständigen Family-Bereich nutzen können. Der Clou jedoch ist, dass keiner auf einen direkten Zugang zur Poolarea verzichten muss, denn nebst Masterbedroom und der Gäste-Suite, die ja meist eine Terassentür zur Poolarea haben, haben auch alle anderen Gästeschlafzimmer eine Terrassentür, welche nach draussen auf einen gepflasterten Weg führen, der direkten Zugang zu Pool und Bootsdock ermöglicht. Jeder, der schon einmal Urlaub in einem Ferienhaus in Cape Coral gemacht hat, kann sich vorstellen, was dieser Vorteil bedeutet. Vom Pool direkt ins eigene Zimmer und Bad, ohne durch die Gemeinschaftsräume zu müssen, wie Wohnzimmer oder Küche. Und ganz nebenbei haben bei dieser Variante des Grundrisses alle Bäder Tageslicht, da sie auf der Aussenseite liegen und Fenster haben. Was uns sehr überrascht hat ist, dass unser Makler Markus sich nicht zum Spass “Residential New Construction Specialist” nennt, denn er hat richtig viel Ahnung und Erfahrung in der Neubauberatung, was man normalerweise von einem Makler so nicht vermuten würde.

 

Ein Pool in Freiform
Jetzt wird´s rund...ein Pool in Freiform. Quadtratisch, praktisch, gut...würde ich die meisten Pools bezeichnen, die man typischerweise aus vielen alten Villen kennt. So hat man eben gebaut. Heute mögen das die meisten nicht mehr. Man hat sich über die vergangenen Jahre an den Standard-Pool gewöhnt und ist offen für Neues. Nun muss mehr "Pep" in die Sache, geschwungene Formen sind einfach harmonischer. Nirgendwo anders trifft das mehr zu als auf die Form eines Pools. Doch wie geht man die Sache an? Idealerweise hat der Builder bereits einen Plan von diversen Formen, ganz selber muss man also nicht Hand anlegen. Das würde auch wenig Sinn machen, eine beliebige Form auf ein Blatt Papier zu malen und diese dann als spätere Poolform festzulegen. Schließlich müssen doch einige Sachen berücksichtigt werden, damit das Wasser optimal von Einlass zu Auslass strömt, die Tiefe des Pools schön verläuft, genügend Platz für eine Treppe oder einen angrenzenden Whirlpool bleibt. Man sollte sich also für eine der angebotenen Freiformen entscheiden und ich kann Ihnen sagen, die Auswahl ist groß und die Wahl somit nicht ganz einfach.


Als Tipp kann ich da nur empfehlen einfach mal die diversen Formen aus dem Blatt Papier auszuschneiden und auf einen Plan der Poolarea zu legen. So kann man diese auch verschieben und ein wenig mit der späteren Position spielen. Das hilft oft ungemein, sich das auf diese Art und Weise einmal vor Augen zu führen. Zeichnet man den Grundriss der Villa noch mit ein, kann man schon in etwa sehen, wie der Blick aus den Zimmern auf den Pool fällt. Etwas schwieriger wird es dagegen mit dem Spa (Whirlpool). Wir möchten es uns hier nicht so einfach machen und allen anderen typischen Pool/Spa Kombinationen folgen, sondern einfach etwas Besonderes planen, was man nicht alle Tage sieht und einen ganz besonderen Reiz hat. Ich muss weiter ausholen: typischerweise werden Spa´s an den Pool am Rand angebaut und haben einen kleinen, etwa 80-100cm breiten Überlauf, der einen angenehm plätschernden Wasserfall erzeugt...das ist herrlich beim Frühstück auf der Terasse. Ein für uns unschöner Nachteil dieser Variante ist ein gepflasterter Spa-Beckenrand und auch der Wasserfall ist uns zu klein. Es geht auch anders. Warum den Spa nicht in den Pool bauen und den Überlauf komplett aussenrum, also 360Grad. Bei der innen liegenden Variante kann das Wasser ringsrum überlaufen auf die Sunledge (das ist der flache, etwa knöcheltiefe Bereich, in der Skizze hellblau eingezeichnet).


Nun haben wir also einen Pool in Freiform mit einem Spa, der etwas aussergewöhnlich ist und mit seiner Wasseroberfläche bis zur Oberkante das herrlich mit Farbwechsel beleuchtete Spa-Becken glatt abschließt. Aber das ist nicht genug, eine Überlaufkante, der sog. “negative edge” muss her. Einst mal selten vom Boot aus beim Schippern durch die Kanäle gesehen und bestaunt, sind diese meterlangen Überlaufkanten in Mode gekommen. Was bringt das? Sie haben eine immer saubere Wasseroberfläche da der Überlauf wie ein überdimensionierter Skimmer funktioniert. Die Wasserströmung schwemmt einfach allen Oberflächenschmutz weg. Soviel zum Praktischen, aber das wirklich Schöne daran ist, dass man durch diese "Abbruchkante" einen sehr schönen Blick auf den Kanal und somit über Wasser in Wasser hat. Das Bild zeigt ein Musterhaus, bei dem ich die Gelegenheit hatte, einen negative edge zu fotografieren.

 

Kleines Tier, große Wirkung
Vielleicht ein wenig am Thema Bauplanung vorbei, aber indirekt hat dieses Tier doch etwas damit zu tun und kann sogar alles aufhalten...Burrowing Owls heissen die niedlichen Tierchen und wie der Name bereits sagt, hausen und nisten sie in Erdhöhlen. Tatsächlich bieten zahlreiche freie Grundstücke in Cape Coral einen idealen Lebensraum für die Kleinen. Im hohen Gras geschützt, wachen sie tags vor Ihren Nestern bis es in der Abenddämmerung wieder auf die Jagd geht. Hier sind sie in der Regel ungestört, stehen sie inzwischen doch auch unter Artenschutz. Wird ein Nest entdeckt, wird es eingezäunt und mit einem Schild darauf aufmerksam gemacht, damit beim Rasenmähen oder anderen Aktivitäten die Erdhöhle nicht zerstört wird oder die Tiere verletzt werden. Ja, auch nicht bebaute Grundstücke werden in Cape Coral regelmäßig gemäht, wenn auch nicht ganz so oft wie die bebauten. Will man nun ein Grundstück bebauen, welches von Burrowing Owls bewohnt wird, gibt es genau zwei Möglichkeiten. Entweder man kann dafür Sorge tragen, dass die eingezäunten Tiere während dem Bauvorgang in einem 3 Meter Radius nicht gestört werden oder man muss sie von der Stadt kostenpflichtig umsiedeln lassen. Auch wenn sie am Rande eines Grundstückes hausen, wie das auch bei uns der Fall und im Bild gut zu erkennen ist, kann man nicht sicher sein ob sie nicht doch gestört werden. Bevor es also losgehen kann, müssen erst einmal die "Vorbewohner" umsiedeln.


Grundrissplanung abgeschlossen
Gut 4 Wochen ist es her, da ist der Grundriss auch schon fertig...Man muss natürlich dazu sagen, dass der Grundriss unseres Builders schon zu Beginn nahezu perfekt war. Man musste das Rad nicht wirklich neu erfinden, aber auch die vielen persönlichen Details und Kleinigkeiten bedürfen einer sorgfältigen, teilweise zeitraubenden Planung, die sich nacher aber bezahlt macht. Lieber einmal zuviel darüber nachgedacht, wo später vielleicht mal ein Bett stehen wird, an welche Wand dann geschaltene Steckdosen für Nachttischlampen kommen, oder wo ein TV an der Wand hängen wird und die Kabelanschlussdose installiert wird. Wieder mal waren wir überrascht mit welcher pedantischen Genauigkeit unser Makler sich in dieses Thema eingebracht hat und mit wievielen Details er aufwartete, die uns unsere Entscheidungen teilweise revidieren liessen. Man merkte ganz genau wie viel Erfahrung er hier besitzt – und nicht nur das – mit welcher Leidenschaft er dies tut. Markus selber sagt immer wieder, dass er seinen Job aus Leidenschaft macht – und das ist wirklich so! Das tolle und interessante ist: Ob wir das ganze alleine in die Hand nehmen oder ihn an unserer Seite auf dem gesamten Weg haben, das Haus wird nicht günstiger ohne ihn oder teurer mit ihm; man spart sich also kein Geld, wenn man ihn nicht einbezieht, von daher haben wir dieses Angebot natürlich gerne angenommen; was uns auch extrem beruhigt hat, denn Markus spricht perfektes Englisch. Zurück zum Plan: Unser Builder hat schon hervorragende Vorarbeit geleistet, was letztendlich daran liegt, dass bereits viele deutsche Häuslebauer erfolgreich mit ihm zusammengearbeitet haben und er unsere deutschen und peniblen Ansprüche kennt. Wir profitieren von seinen Erfahrungen und geben unser Praxiswissen zusätzlich dazu, welches wir uns nach mehrjähriger Bauerfahrung in Deutschland durch Eigenleistung im Innenausbau aneignen konnten. So gehören nebst den aus Deutschland gewohnten Standards auch TV-Anschlussdosen und Netzwerkdosen in jedes Zimmer, einschließlich der Terasse im Aussenbereich sowie fernsteuerbare Aussentürschloesser und Thermostatregeleinheiten. Ein viertes Bad wurde kurzum noch eingeplant und mehrfach umgezeichnet. Wir wollten nicht, dass der zusätzliche Terrassenausgang für eines der angesetzten Bäder weichen muss. Die Lösung ist gut geworden und es bleibt dabei: Masterbedroom mit Zugang zur Terasse, Masterbad mit Durchgang zum Büro, sodass dieses Zimmer ebenfalls auf ein Bad aus dem Zimmer heraus zugreifen kann, sowie die weiteren 3 Gästezimmer mit je einem eigenen Bad mit Tageslicht und natürlich der seitliche Terassenausgang, der auf eine weitere Terrasse und widerum zum Bootsdock und der Poolarea führt. So bleibt es dabei wie festgelegt, 4 Schlafzimmer, 4 Bäder, Büro als fünftes Schlafzimmer nutzbar.

Auch bei den geplanten 3 Garagen bleibt es und nachdem das Grundstück nun vermessen und der Grundriss eingezeichnet ist, bleiben wie erwartet rund 24 Fuss Abstand links und rechts zu den Nachbargrundstücken, also gut 7 Meter. Das schafft Privatsphäre und man stört sich selbst draussen auf der Poolarea nicht gegenseitig. So war es bisher eigentlich ein Kinderspiel, eine vernünftige Grundrissplanung nur durch elektronische Post um den halben Erdball herum fertigzustellen. Übrigens zum Thema Auskunftsfreudigkeit und Beantwortung von Fragen: Vom ersten Kontakt mit Markus bis zum Zeitpunkt des Vertrages haben wir schlappe 283 emails gezählt! Jede Frage wurde detailliert beantwortet und das im Eiltempo, das haben wir so bei anderen Hausbauern und Maklern, bei denen man angefragt hat, nicht mal ansatzweise erlebt. Die Geschwindigkeit und Genauigkeit, in der dort gearbeitet wird ist beachtlich und überzeugte uns absolut!


Die PDF-Pläne lassen sich hier einfach ausdrucken, da es sich aber um die großen Originale handelt, sei hier empfohlen, diese über das Internet in originaler DIN A0 Größe plotten zu lassen, kostet pro Plan 0,99€ und ist nach Upload in einen Online-Repro-Shop binnen 2 Tagen im Briefkasten. Das erleichtert die Übersichtlichkeit und hilft bei der Planung. Manches geht aber eben doch nur vor Ort, so steht nun die sogenannte "Color-Session" an. Hierbei werden sämtliche Materialien und Farben festgelegt, Hausfarbe, Wandfarbe, Granit für die Küche und die Bäder, Fliesen, Küchenmöbel, Dachziegelfarbe, Pflastersteine etc. Zwar könnte man das auch über das Internet machen, aber Farben sollte man doch live sehen, um nacher keine Enttäuschung zu erleben.


...und sie bleiben doch
Die City of Cape Coral hat entschieden....genug Platz für Mensch und Eule. Unsere "Vorbewohner" dürfen bleiben. Da das Grundstück nun doch sehr groß ist und die Eulen sich ganz am Rand in einer Erdhöhle eingenistet haben, kann seitens des Bauunternehmens während der Bauphase genügend Arbeitsabstand eingehalten werden. Die Umsiedlung wäre laut der Stadt in einem solchen Fall nicht notwendig, ja wahrscheinlich sogar der schlechtere Weg. Ich kann mir vorstellen, dass dies mit unnötigem Stress für die Tiere verbunden wäre und bin froh darüber, dass sie doch bleiben dürfen. Da sie ja hauptsächlich Käfer und andere Insekten sowie Kleinsäugetiere fressen, haben wir auf diese Weise eine ganz natürliche Pest-Control auf dem Areal.


Color Session Aussenbereich
Zwar liesse sich dies auch alles über das Internet auf den Herstellerseiten betrachten und auswählen, doch jeder der schon einmal eine Farbe anhand einer kleinen Farbkarte ausgewählt hat und sich vielleicht später über das Resultat auf der großen Fläche gewundert hat, kann sich vorstellen, dass dies ein schwieriges Thema ist. Zu groß wäre vermutlich die Überraschung, was man da ausgewählt hat. So kann ich jedem nur raten diese Auswahlen nur vor Ort zu treffen, wo man Musterteile begutachten und Wandfarben oder Pflastersteine und Fliesen in natura anschauen kann. Bei der Color Session geht es also um alles, was an Individualität in die Villa einfließen kann: Wandfarben aussen und innen, Bodenbeläge wie Fliesen, Holz oder Teppich, Muster und Farbe der Granit-Countertops in Bad und Küche, Form und Farbe der Pflastersteine für Poolarea, Einfahrt und Hauseingang, Küchenmöbel, Dachziegelfarbe und Poolfarbe. Ja, richtig, Poolfarbe. Man kann tatsächlich durch die Farbauswahl des Poolbelages die spätere Wasserfarbe beeinflussen. Es ist wirklich erstaunlich, was bestimmte Poolbeläge in Verbindung mit Wasser an Farbeffekten ergeben. So ergibt gerade ein fast weisser Belag das typische karibik-blau, welches vermutlich den meisten am besten gefällt. Grünes Wasser erinnert mich eher an einen Gartenteich und etwas anderes kommt ja nun nicht wirklich in Frage.


Eine der schwierigsten Entscheidungen ist die Auswahl der Dachziegelfarbe. Nicht weil es eine viel zu große Auswahl an Farben und Mustern gibt, von fast ganz weiß über grau, vielen Rot-Tönen bis hin zu dunkelbraun. Die Auswahl ist deswegen so schwer, da die Farbmuster auf der Fläche ganz anders wirken als auf einem Musterziegel. Ein weiterer wichtiger Entscheidungsgrund sind die Reflektionswerte. Generell gilt, je heller, desto besser wird Sonnenlicht reflektiert, was dem Gebäudeklima zugute kommt. Obwohl das Dach ordentlich hinterlüftet ist, also kältere Luft an den Dachüberhängen angezogen wird und nach oben über das Dach durch entsprechende Entlüftungen, sog. “Ridge Vents” wieder abgegeben wird, ist es kein Schaden, durch die Ziegelfarbe bereits weniger Sonneneinstrahlung und Wärmeentwicklung durchzulassen. Da nun aber weiß oder grau für mich wahrlich keine Ziegelfarbe für ein Haus ist, war die Alternative ein möglichst heller Rot-Ton. Das Bild hier entspricht unserer Auswahl, die wir vermutlich bei Betrachtung dieser Muster so nie getroffen hätten.

Bei den Pavers (Pflastersteine) für Poolarea und Einfahrt sowie Eingangsbereich wird es noch schwieriger. Noch größere Farbauswahl, dazu verschiedene Formen und Legemuster und farblich soll es ja auch noch zu den Dachziegeln passen. Spätestens hier wird klar, für diejenigen die 3 Stunden vor 2 Paar Sportschuhen stehen und noch immer nicht wissen, welches sie kaufen sollen, ist die Color-Session nichts. Da wir aber bereits durch die Ziegelfarbe Rot-Töne vorgegeben hatten, passte ganz eindeutig auch ein rotes Pflasterstein-Muster dazu. Der Tipp unseres Beraters, einfach einen Musterziegel zum Hersteller der Pavers mitzunehmen, war Gold wert. Und noch ein Tipp, den Markus uns gegeben hatte: immer die Steine auch nass machen, damit man sieht wie diese nach einer evtl. Versiegelung aussehen würden. Die Farben kommen dabei natürlich ganz anders zur Geltung. Mit zu unseren Favoriten auf der Farbkarte gehörte die Farbe "Vanilla-Sunkist", im Bild die oberen. Nachdem wir diese aber als Muster in Natur gesehen hatten, erschienen sie doch recht empfindlich, gerade im Einfahrtsbereicht der Garage, da die Steine im trockenen Zustand schon extrem hell sind. So entschieden wir uns doch für "Vanilla-Sunkist-Pewter", im Bild die unteren. Diesen Steinen ist einfach noch die Farbe "Zinn" beigemischt, was sie etwas unempfindlicher gegen Dreck macht und nicht so hell erscheinen lässt. Wir hatten die Möglichkeit eine noch größere Fläche mit diesen Steinen zu begutachten, bei einem vorherigen bereits abgeschlossenen Bau des Builders. Das bestätigte unsere Entscheidung.

Color Session Innenbereich
Kommen wir zur Auswahl der Fliesen. Stark in Mode gekommen, sofern das Budget dafür ausreicht, ist Travertin. Dabei handelt es sich um eine Art porösen Kalkstein in Naturfarben, meist gelblich bis braun. So ähnelt er stark dem Marmor, auch in seiner Struktur. Im Gegensatz zum Marmor, der als Bodenfliese soweit mir bekannt eigentlich nur glatt geschliffen und mit einer geschlossenen Oberfläche verlegt wird, behält man beim Travertin die poröse Optik bei. Das sieht sehr natürlich aus und lässt den Boden "leben". Mal abgesehen vom recht hohen Preis ist der Boden jedoch auch sehr empfindlich, also meines Erachtens für ein Ferienhaus, welches ständig vermietet werden soll nicht unbedingt geeignet. So ist es durchaus geschickter, eine solide abriebfeste Bodenfliese zu wählen, die dafür täuschend echt einem Naturstein ähnelt. Da wir natürliche "Earthtones", also sandige Erdtöne lieben, war die Auswahl des Bodenbelages ein Fall von einer Minute. Auf die Fliesenmuster geschaut und sofort gewusst, die ist es. Die kleine Variante der Fliese wird man dann zukünftig im Bad finden, und zwar in den Duschen und an der Einfassung der Badewanne. Für die Duschen ist laut Building Code (so werden die Bauvorschriften genannt) eine Anti-Rutsch Fliese erforderlich. Auch hier ist die Auswahl nicht kleiner. Da aber der Übergang von Bodenfliese zu Duschfliese barrierefrei ist, sollte es farblich gut passen. Damit nicht durch den einheitlichen Farbton der Fliesenbeläge alles zu langweilig erscheint, kommt in die Duschen und auch am Rand der Badewanneneinfassung ein farblich etwas abgesetztes Mosaik hinzu.

Aus diesem wird auch der sogenannte Backsplash gemacht, dass ist quasi der Spritzschutz an der Wand zwischen Waschtischplatte und etwas höher hängendem Spiegel. Aus diesem Mosaik war auch der Backsplash in der Küche geplant, da wir auch eine schöne zu den Fliesen und dem Mosaik passende Granitplatte gefunden haben, die all diese Sand- und Brauntöne beinhaltet. Aus der Granitplatte werden sämtliche Waschtische und die gesamte Küchenarbeitsplatte nebst Tresen gefertigt. Da wir aber speziell am Herd als Rückwand ein kleines Mosaik als schwer zu reinigen empfinden, haben wir uns kurzfristig doch dazu entschlossen auch an der Wand der Küchenzeile eine durchgehende Granitplatte der gleichen Serie zu nehmen. Nachdem uns Doug sagte, es koste noch nicht einmal einen Aufpreis, war erst recht klar, dass wir zum echten Granit statt dem kleinen Mosaik greifen. Manchmal täuscht man sich eben, ich hätte nicht gedacht, dass die kleinen Mosaiksteinchen, die aus Glas und Marmor sind, teurer sind als eine 3cm
starke Granitplatte. Hier liegt es einfach an dem höheren Aufwand der Verlegearbeit, auch wenn die Mosaiks auf Matten liegen. Und wo wir schon bei der Küche sind, kommen wir zur Auswahl der Cabinets, das sind die Holzmöbel. Hier fiel uns die Auswahl nicht besonders schwer, wir sind der Meinung, eine dunkle massive Echtholzküche erschlägt einen förmlich. Es muss was helles her. Damit es aber gut zu allen Brauntönen passt, sollte es nicht zu hell sein. Wir haben uns dann für einen etwas dunkleren Ahorn entschieden, so wie im Bild in der Mitte. Was die Form der Türen anbelangt, so gibt es natürlich auch eine recht große Auswahl. Wir als Deutsche tendieren da ja schon zu glatten Möbeln ohne Schnörkel, allerdings ist dies für eine Ferienvilla absolut untypisch. Ein wenig des typisch amerikanischen Flairs, ohne es zu übertreiben, sollte schon sein. Daher kommen für uns nur die "Roman Arches" in Frage, denn diese werden auch beim Trockenbau der Innenwände eingeplant. Da wir das Endresultat schon öfter gesehen haben, sind wir sicher dass das passt. Nun noch die Auswahl der Holzböden für die Schlafzimmer. Jeder der schon einmal in einer Ferienvilla in Cape Coral war, wird jetzt sagen: "Was? Kein Teppich?". Das hat auch einen Grund, warum das viele mögen. Ich erkläre das mal für diejenigen, die die typisch amerikanischen Teppiche nicht kennen. Diese sind immer sehr flauschig und zwar so stark, dass man beim Fallenlassen eines Pennys fast schon Schwierigkeiten hat, diesen wieder zu finden. Ok, etwas überzogen, aber die Teppiche sind wirklich sehr hochflorig. Dazu kommt noch, dass diese so stark mit Schaumgummi unterlegt werden, dass der Fuss fast darin verschwindet beim Einsinken. Alles in allem ein sehr angenehmes Gefühl und toll darauf zu laufen. Jetzt kommt das ABER: Wer will denn um Gottes Willen in einer Ferienvilla, wo im besten Fall alle 14 Tage die Bewohner wechseln, seine nackten Füsse durch diese Keimzonen bewegen? Das kann nicht gut sein, zumal es nur barfuss Spass macht auf diesen Teppichen zu laufen, tut man das nicht, sind die Schuhe hinterher wieder sauber. So oder so, wenn man noch keinen Fusspilz hat, stehen jetzt die Chancen gut, einen zu bekommen. Also Bitte, Teppich ist recht und schön bei einem Eigenheim. Also soll es Holz bzw. Laminat werden. Leicht zu reinigen und sieht schön aus. Und wenn die Ferienvilla doch mal wieder zur Familienvilla und nicht mehr vermietet wird, wird das Klick-Laminat einfach wieder ausgeklipst und dann kann ja Teppich drauf. Nach reiflicher Überlegung sind wir nun doch noch zu dem Entschluss gekommen, auch in den Schlafzimmern Fliesen legen zu lassen. Dies kostet zwar aufgrund der Auswahl unserer hochwertigen Bodenfliese einen stattlichen Aufpreis, des Verschleisses wegen von Holz bzw. Laminat ist es das aber wert und sieht aufgrund der einheitlichen Übergänge einfach besser aus. Nach der Wahl der Kleinigkeiten, wie
Lampen, Wasserhähne, Handtuchhalter, Türgriffe, Schlösser etc. waren wir dann am Ende unserer Color Session angekommen.

 

Makler und Neubauberater
Nun wird es aber Zeit, die Person vorzustellen, die uns hier bei allem begleitet. Mit einer Entfernung von knapp 8000km Luftlinie nach Florida kann man sich nur schwer vorstellen, von Deutschland aus ein Haus in Florida bauen zu lassen, wenn man nicht ständig vor Ort ist. Hat man hier in Deutschland beim Bau schon Angst dass alles glatt geht, so verstärkt sich dieses Gefühl mit jedem Kilometer, den das Objekt weiter weg liegt. Mal eben vorbeifahren und nach dem Rechten sehen ist halt nicht. Da kommt es ganz besonders darauf an, welchen Partner man hat. Wir haben nach der Kontaktaufnahme mit mehreren Maklern und auch Buildern unsere Entscheidung nicht bereut und sind uns jetzt schon sicher, dass wir das auch nie bereuen werden. Beschränkt sich die Tätigkeit eines Maklers normalerweise lediglich auf die Abwicklung eines (Ver-)Kaufs eines Grundstückes oder bestehenden Hauses, gehen die Dienstleistungen von Markus um ein Vielfaches darüber hinaus. Dank eines enorm hohen Engagements, seiner sehr informativen Webpräsenz und einer Kommunikation auf exzellentem Niveau konnten wir recht schnell die Spreu vom Weizen trennen und haben den Weg zu unserem Makler und Berater gefunden: Markus Hartwich (http://www.capecoralhaus.com), staatlich geprüfter Immobilienmakler, Graduate of Realtor Institute, Accredited Cape Coral Residential Specialist und Residential New Construction Specialist. Gerade in Sachen Neubau ist er der richtige Ansprechpartner. Er betreut den Kunden vor und während des Neubaus, vermittelt dank deutscher Abstammung zwischen uns und Builder, was somit auch die sprachliche Barriere vollkommen verschwinden lässt und sorgt auch noch für die Verwaltung und Vermietung eines Objektes über seine Partner. So wird er ganz und gar zusätzlich zu seinen Maklertätigkeiten einer Bauaufsicht gerecht. Manchmal frage ich mich, wenn ich mit Markus wieder unzählige eMails austausche um Antworten auf meine vielen Fragen zu bekommen, wie man das alles zeitlich unter einen Hut bekommt, denn wir sind schliesslich nicht sein einziger Kunde. Aber ich glaube hier ist es nicht nur seine Leidenschaft, sondern eine extrem gute Koordination und Organisation und vor allem das Wissen über viele elektronische Hilfsmittel, die dies möglich machen und ein halbes Team ersetzen. Egal welche Zeit, und wenn es sonntags ist, Markus hat immer eine Antwort für seine Kunden übrig, egal wo er ist. Nachdem ich mich für meine Fragen an einem heiligen Sonntag mal entschuldigt habe, hatte Markus nur eine Antwort parat: "…für meine Kunden bin ich 24 Stunden, 7 Tage die Woche erreichbar". Das nenne ich Engagement! Genau das gab mir auch schon frühzeitig das Gefühl, hier sind wir richtig. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank Dir für 2 erlebnisreiche Tage während der Color-Session, bei der wir auch wieder viel Informationen und neue Erkenntnisse mit nach Hause nehmen durften.


Keep Bugs Out
Nichts gegen Insekten, da wo sie hingehören - draußen. Gegen Insekten im Innenbereich gibt es das "Taexx Built-In Pest Control System" Trotz aller Hygiene und Sorgfalt bzgl. der Entsorgung von Abfall und Essensresten etc. ist in subtropischen Regionen vermehrt mit Insekten zu rechnen. Hierzu gibt es in Florida die Pest Control, die meist einmal im Monat im Haus und im Aussenbereich sprüht. Das geht auch praktischer und vor allem gesünder. Ich weiß zwar nicht, wie lange die Technik schon eingesetzt wird, sie ist jedoch auch heute noch nicht selbstverständlich, da sie bei Hausplanung und Bau mit zusätzlichen Aufwand und Kosten zu Buche schlägt. Die Rede ist von "Tubes in the Wall". Das sind kleine Röhrchen, die sternförmig wie eine Netzwerkverkabelung im ganzen Haus innerhalb der Wände mit einem Aussenterminal vernetzt sind. Wo liegt der Vorteil? Zum Einen kann das Insektenmittel von Aussen auch während der Abwesenheit durch die Pest Control eingespritzt werden. Zum Anderen wirkt das Mittel genau da, wo sich die Tierchen normalerweise verkriechen, in den Hohlräumen der Trockenbauwände. Damit Insekten erst gar nicht so weit kommen, hat man einen großen Insektenschutzkäfig über der gesamten Poolarea, dieser hält auch die kleinen Moskitos fern. Alle übrigen Fenster und Terrassentüren haben auch Insektenschutzgitter. Das alles zusammen ist mehr als ausreichend, um auch im subtropischen Klima Floridas wenig Bekanntschaft mit unliebsamen Gästen zu machen.


Baugenehmigung
Dass eine Baugenehmigung recht schnell erteilt wird, haben wir schon gesagt bekommen, aber das ist sensationell...nach gerade einmal 2 Wochen haben wir sie schon. Heute kam die freudige Nachricht, dass die “Building Permit” erteilt wurde. Gleichzeitig sind nun alle Daten der einzelnen Abnahme- und Genehmigungsschritte online verfügbar. Ein Single Family Home in Cape Coral mit Pool & Spa benötigt insgesamt zwischen 33 und 35 einzelnen Abnahmen durch einen Inspektor, inbesondere wegen der hohen Bauauflagen. Diese können jederzeit auf einer Internetseite eingesehen werden. In Sachen Abwicklung absolut transparent und beispielhaft!

 

Title Agency
Bevor wir in das nächste Kapitel wechseln, kommen wir noch auf die möglichen Zahlungswege zu sprechen....wie funktioniert das mit den Zahlungen ins Ausland und wie kann man sich sicher sein, dass alle Subunternehmer des Bauträgers ordnungsgemäß bezahlt werden. Dies ist ein sehr wichtiger Punkt, den unser Makler Markus aufgebracht hat und von dem man ohne professionelle Beratung nicht wissen kann. Das sog. “Lien Law” in Florida besagt: Hat ein Subunternehmer eine Rechnung offen, die der Generalunternehmer (General Contractor), also der Bauträger nicht bezahlt hat, ist der Subunternehmer berechtigt eine Grundschuld zu Lasten des Bauherren eintragen zu lassen. Das hinterlässt aus der Ferne natürlich kein gutes Gefühl. Doch dafür gibt es eine sehr komfortable Lösung. Ein Überwachungspaket bei einer Title Agency buchen. Bestandteil davon ist ein Treuhandkonto, auf das per Auslandsüberweisung der Betrag für die Investition einbezahlt wird. Gemäß Bauvertrag werden in mehreren Teilsummen Bauabschnittszahlungen fällig, so wie das auch bei uns hier ist. Der Bauträger beginnt mit den jeweiligen Bauabschnitten erst, wenn der dafür nötige Betrag an ihn ausgezahlt wurde von der Title Company (Notarfirma). Seitens des Bauherren muss über die Notarfirma der jeweilige Betrag erst schriftlich freigegeben werden, bevor der Builder diesen bekommt. Zusätzlich überwacht die Notarfirma den Geldfluss an die Subunternehmer. So haben beide Seiten die Garantie, dass alles korrekt abläuft. Die einzige Ausnahme bildet die Anzahlung (Deposit), die direkt an den Builder geht, damit dieser den Architekten beauftragen und später die Bauanträge bei der Stadt einreichen kann, die zu diesem Zeitpunkt Geld kosten.


Los geht's !
Heute wurde das Permit Board gestellt, die Bauphase hat also somit offiziell begonnen...Hier werden sämtliche Baustufen vermerkt und Genehmigungen und Abnahmen ausgehängt, damit diese jederzeit kontrollier- und einsehbar sind. Anhand dieses Boards kann man demnach auch sehen, ob an einem gewissen Bauabschnitt bereits gearbeitet werden darf. In Kürze rollen die Maschinen an…..


Erdarbeiten
Heute wurde mit den Erdarbeiten begonnen. Viel ist noch nicht zu sehen, ausser ein platt geschobenes Grundstück (Leveling) und dass inzwischen auch größere wild gewachsene Bäume und Sträucher an der Grundstücksgrenze entfernt wurden.


Compaction Test
Es geht weiter, der Compaction Test ist erfolgreich durch...wieder etwas, was man vom Bauen in Deutschland nicht kennt. Wenn hier zu Lande in Deutschland die Baugrube fertig ist, steht man zwangsläufig auf gewachsenem Boden, der ein Fundament trägt. Auf der anderen Seite des Erdballs gibts einiges mehr zu prüfen, bevor das Fundament gesetzt werden kann. Hier gibt es keine Baugrube, weil es keine Keller gibt. Um dennoch auf festen Boden zu bauen, muss dieser Test verraten, auf welcher Höhe das Erdreich für mindestens 3 Jahre nicht bewegt wurde. Das ergibt dann die Position für die Fundamente, auch Footer genannt. Das nimmt seine Zeit in Anspruch und man sieht erst einmal nicht viel. Der Test ist nun durch, jetzt kann mit dem Footer begonnen werden. Ein Schnurgerüst steht bereits.

 

Foundation Footer - Teil1
Inzwischen hat man mit den Erdarbeiten für den Footer (Sockel) der Foundation (Fundament) begonnen. Durch den zuvor beschriebenen Compaction Test wurde die Tiefe des Footers festgelegt, damit dieser auf festem Boden steht. Anhand der Gräben kann man mit etwas Vorstellungskraft bereits die Umrisse des Hauses erkennen, hier im Bild zum Beispiel der rechte Erker des späteren Master-Badezimmers.


Foundation Footer - Teil 2
Gestern erreichten uns die Bilder des ausbetonierten Footers (Vielen Dank an Markus, der uns mit seinen tollen Bildern den Blick in die Ferne verschafft und wir tagtäglich am Baufortschritt teilhaben können.) Die Stahlbewehrungen wurden eingebracht. Jetzt geht es mit Hohlblock-Steinen weiter, die an den Stellen der Stahlbewehrungen mit Beton ausgegossen werden. So entsteht die sogenannte “Stemwall” die verhindert, dass im Falle einer Flut das Haus unterspült wird.


Footer – Sockel
Der Footer (Sockel) nimmt Formen an...auch kurz vor Weihnachten wird im Sunshine State noch gearbeitet. Inzwischen sind die Grundmauern des Footers zu sehen, die nach meiner technischen Vorstellung nach
Einbringung der Entwässerung, also der Abwasserleitungen, mit Beton zur Bodenplatte ausgegossen werden. Überall wo Stahl zu sehen ist, wird später mit Beton ausgegossen. Spätestens jetzt wird klar, was die Massvibauweise in Florida inzwischen für Bauvorschriften erfüllen muss. Baute man noch in den Achzigern völlig anders, haben insbesondere Hurrican Andrew in 1992 sowie Hurrican Charlie in 2004, immer wieder zu erheblichen Änderungen in der Bauweise und den Vorschriften geführt. Inzwischen müssen alle Angriffsflächen am Haus, die vom Wind verursachte Hebelwirkung bis zu einer Geschwindigkeit von 160mph (256 km/h) standhalten. Aus diesem Grunde sind auch die Dachziegel (keine Schindeln, sondern Betonziegel wie in Deutschland) am Dachstuhl vernagelt/verschraubt und nicht nur lose aufgelegt wie in Deutschland.


Plumbing
Es wurden inzwischen viele Meter Abflussrohr verlegt, ein ganzes "Tunnelsystem" könnte man fast sagen, wenn man die große Grundfläche betrachtet. An der entsprechenden Stelle zum Anschluss an das städtische Abwasser, (was hier in Cape Coral in manchen Gebieten weiter nördlich noch gar nicht möglich ist) wurde der Foundation Footer, also das Fundament wieder untergraben. Hier sind die Verrohrungen im Masterbad zu sehen, links von der großen Dusche, rechts von den beiden Waschbecken und der Toilette. Links sind die Abflüsse der drei Gästebäder zu sehen. An den Toiletten-Abflüssen gut zu erkennen die Stahlbewehrungen, die senkrecht in der Wand verlaufen und später ausgegossen werden. Diese sitzen an dieser Stelle, da die Toiletten direkt vor einem Fenster stehen, neben dem eben Stahlbeton verwendet wird. Die langen, in die Luft ragenden Abflussrohre sind die Rohrentlüftungen. Das wird auch in Deutschland so gemacht und ist notwendig, damit beim Abfluss des Abwassers der Sog nicht die Sifons von Toilette, Waschbecken, Dusche etc. leer zieht. Dies würde für Geruch sorgen. Kann Luft von oben nachziehen, bleibt auch das Wasser in den Sifons stehen. Wenn Sie schon mal beim Ablassen von Badewasser oder sonstigen Abwässern irgendwo ein Gluckern in einem anderen Abfluss gehört haben, dann hat jemand bei dieser Technik nicht richtig gearbeitet. In den beiden folgenden Bildern unten ist nun schön der Abstand der Poolarea zum alten Beton-Dock zu sehen, welches wir entweder wieder aufbereiten oder besser noch, mit Composite belegen werden und dieses dann nahtlos in das Composite-Decking des neuen Docks und Captain-Walks übergeht. Der offene Bereich der Poolarea ergibt den späteren "Negative Edge" des Pools, das ist ein riesiger Überlauf, der die Wasserkante des Pools wie "abgebrochen" ausschauen lässt und sowohl von dem Lanai (Terasse) als auch aus dem Pool einen direkten Panoramablick auf das Bootsdock und den Kanal ermöglicht.


Bodenplatte (Slab)
Betonieren der Grundplatte... Klarer Himmel, Sonnenschein, 28 Grad, das perfekte Wetter. Während man bei uns im Winter doch mit diversen Verzögerungen rechnen muss und einem Temperaturen unter 0 Grad die Lust am Bauen vermiesen können, kann man in Florida getrost davon ausgehen, dass dies wohl keine Rolle spielen wird. So wurde heute auch pünktlich wie geplant die Grundplatte gegossen. Im Bild sieht man die zukünftige Garage in voller Breite, der Arbeiter steht an der Stelle der zukünftigen Equipment Nische, in der getrennt durch die Aussenwand sämtliche technischen Geräte wie die Klimaanlagen, Poolheizung und Poolpumpe untergebracht wird. Nebst der Entwässerung kamen bereits auch ein paar Wasserzuleitungen vorher rein. So zum Beispiel in der späteren Küche, da hier die Arbeitsfläche frei im Raum steht und es nicht möglich ist die Zuleitung für Spülbecken durch eine Ständerwand zu führen. Ebenso die beiden Zuleitungen für zwei Durchlauferhitzer (einer für den Masterbereich, einer für die restlichen Bäder), von denen dann Warmwasser ohne lange Wartezeiten sternförmig über ein sog. Manabloc-System verteilt wird. Gegenüber einer Ringleitung hat man den Vorteil, dass warmes Wasser ohne Druckverlust schnell da ist wo man es braucht. Viele Haushalte, die standardmäßig einen 50 Gallonen Warmwasserspeicher haben, verschwenden bis zu 70% Ihres Gesamtstrombedarfs über ständig heizende Waterheater. Im Bild unten gut zu erkennen die zukünftigen Stahlbetonsäulen, die in vorgeschriebenen Abständen eine Verbindung zwischen Bodenplatte und Ringanker herstellen.

 

Aussenwände (Block Walls)
Es geht weiter mit den Aussenwänden... Diese werden aus einem ca. 40cm x 20cm großen Mauerstein im Verbund gemauert und sitzen direkt auf dem Sockel auf, der wie zuvor beschrieben eine Stemwall bildet. Im nächsten Schritt wird die Wand oben verschalt und der Ringanker (Tie Beam) gegossen. Hierbei wird dann die Wand an den Stellen mit Beton gefüllt, wo Stahlbewehrungen vom Ringanker bis zum Boden herabreichen. Die vorgeschriebenen Abstände dieser Stahlbewehrungen sind gut anhand der Inspektionslöcher (Mauerausschnitte) zu erkennen, die lediglich einer zwischendurch stattfindenden Bauabschnittsabnahme durch das Bauamt dienen. Hierbei wird gewährleistet, dass die Stahlbewehrung im vorgeschriebenen Abstand eingebracht wurde und mit den Bewehrungen aus dem Footer verknüppelt sind. Nun kann man gut erkennen, wie solide inzwischen die Massivbauweise hier ist. Die Zwischenräume bleiben als Hohlblock bestehen, damit die Wand noch atmen kann.

 

Verschalung Ringanker (Tie Beam)
Bereit für den Ringanker...Gestern wurden die Verschalungen für den Ringanker (Tie Beam) fertiggestellt. Auf den Fotos nicht zu sehen, sind die Stahlbewehrungen, die von oben in die Mauer noch eingebracht werden und vorgeschriebene 24inch mit den Bewehrungen, die aus dem Footer ragen, überlappen. Anschließend wird mit Beton alles ausgegossen. Zuvor muss jedoch dieser Bauabschnitt noch abgenommen werden. Stahlbewehrung Ringanker (Tie Beam) Die Stahlbewehrungen werden eingebracht... Wie angekündigt die Fotos mit einem Blick in den ungegossenen Tie Beam kurz vor den Betonarbeiten. An dieser Stelle wieder ein herzliches Dankeschön an Markus, der extra noch auf die Leiter geklettert ist, um uns diese interessanten Fotos zu schießen. Man sieht gut die verknüppelten, um die Kurve laufenden Stahlbewehrungen, die nach unten bis zum Footer führen und das dortige Bewehrungseisen überlappen. Bei Vergrößerung der Bilder und genauem Hinsehen ist ein Gewebe (Mesh) zu erkennen, welches auf den
Hohlblocksteinen aufliegt. Dieses Gewebe zwischen den senkrecht verlaufenen Stahlbewehrungen verhindert das Absinken des Betons, sodass die Mauer in dem Zwischenbereich eine Hohlblockmauer bleibt und die Aussenwand noch atmen kann. Durch den vorgegebenen Abstand bei diesem einstöckigen Einfamilienhaus entsteht ca. alle 4 Fuss eine massive Stahlbetonsäule in der Wand. Je nach Größe des Hauses und Anzahl der Stockwerke variiert der zugelassene Abstand. Ausnahmslos an jeder Stahlbewehrung muss ein Inspektionsloch vorhanden sein, durch das jede einzelne Verbindung geprüft und abgenommen wird, bevor die Stadt das Ausgießen mit Beton gewährt.


Gegossener Ringanker (Tie Beam)
Er ist gefüllt...Nach erfolgreicher Abnahme durch die Stadt wurden die Löcher am Mauerwerk verschlossen, damit der Ringanker und die an diesen Stellen notwendigen Stahlbetonsäulen ausgegossen werden können. So langsam aber sicher nähern wir uns schon Richtung Dachstuhl, und das gerade mal 6 Wochen nach dem ersten Spatenstich.

 

Beginn Dockbau
Wieder ein neuer Abschnitt, das Bootsdock. Inzwischen hat man nach kurzer Wartezeit von ca. 2 Wochen auf die Genehmigung mit dem Bau des Bootsdocks begonnen. Hierbei werden zuerst Pfähle (Piles) in den Kanal gerammt, an denen später ein sogenannter "Captainswalk" um den Bootsliegeplatz herum verläuft. Das Decking wird bei uns wie bei vielen in Composite aufgelegt, ein Kunstoffmaterial aus 100% recycletem HDPE Plastikmaterial. Dies ist witterungsbeständig und benötigt gegenüber Holz keine ständige Pflege in Form von Farbe oder Schutzlasur. Trotz des höheren Anschaffungspreises, der sich aber aufgrund der längeren Haltbarkeit bezahlt macht, habe ich beim Fahren durch die Kanäle das Gefühl, dass sich dieses Material verstärkt durchgesetzt hat. Ich habe in letzter Zeit kaum noch neue Echtholz-Docks gesehen.
Das wundert auch nicht, denn das Material sieht Holz zum verwechseln ähnlich und es gibt verschiedene Farbvarianten (siehe Bild oben). Da unser Grundstück bereits ein "concrete dock" (Betondock) hat, mussten wir uns eine spezielle Lösung einfallen lassen. Es sieht nicht besonders schön aus, wenn man ein neues Bootsdock aus Holz oder Composite hat und daneben eine alte graue Betonfläche an das neue Dock anschließt. Wegreißen geht aber auch nicht, sonst zerstört man teilweise die Seemauer. Aus diesem Grund bildet der Captainswalk bei unserer Variante einen einheitlichen Übergang zum Betondock, welcher auch komplett neu mit dem HDPE Material belegt wird und somit optisch verschwindet.

 

Dockbau
Es ist schon fast fertig...Mit großen Schritten ging der Dockbau die letzten Tage voran, durch die groß belegte Fläche des Captainswalk und des alten Concrete-Docks sieht man hier ein großes Stück vorankommen. Auch wenn es die wahrscheinlich am meisten verwendete Standardfarbe des Composite-Deckings ist, kommt es einer gepflegten Holzoberfläche einfach am nächsten. Auch hier nochmals vielen Dank an Markus, der sich auch mit den hausfremden Dingen beschäftigt und prima unterstützt hat. So sieht das ganze dann halb fertig aus. Die überstehenden Bretter werden noch sauber abgeschnitten, sobald die komplette Fläche belegt ist. Aus diesem Winkel hier sieht man auch schon, dass die Position der Einfahrt optimal ausgerichtet ist und man mit dem Boot nicht so nah an die Seawall ranfahren muss, wie das bei parallel verlaufenden Einfahrten nötig ist. Die Jungs von Stokes Marine sind noch kräftig am Arbeiten und kommen dem Ziel näher. Die Kanten sind in den Bildern unten nun sauber geschnitten, die komplette Dockfläche fertig belegt. Jetzt kann der Lift kommen.


Fertigstellung Bootsdock
Jetzt fehlt nur noch ein Boot, das Dock wäre fertig...Bis auf ein paar Kleinigkeiten wie zum Beispiel Abdeckungen für die Pilings, Beleuchtung sowie Handrails, ist das Bootsdock samt Bootslift fertig. Bei der Lift-Anlage handelt es sich um einen "Golden Boat Lift". Die Liftmotoren sind vom Prinzip her verschleissfrei und haben 15 Jahre Garantie. Diese sind aus einem geschlossenen Aluminium- Druckgussgehäuse, das darin liegende Getriebe ist eine Art Schneckenantrieb. Einen offenliegenden, oxidierenden und verschleissenden Riemenantrieb gibt es also nicht. Zudem ist diese Technik wesentlich leiser und optisch ansprechender. Der Aufpreis lohnt sich und dankt es mit weniger bzw. keinem Wartungsaufwand. Sämtliche Träger der Anlage sind ebenfalls aus Aluminium.

 

Dachstuhl (Roof Timber)
King Kongs Mikado... Schaut man sich die Unmenge an Dachbalken, Sparren, Brettern etc. an, gleicht das einem gigantischen Mikadospiel. Man kann sich kaum vorstellen, wie "spielend leicht" das richtige Zusammensetzten dieses Puzzles ist, zumindest erweckt es genau diesen Eindruck, wenn man sieht wie schnell hier gearbeitet wird. Der Zeitpunkt, als ich noch locker mit Schreiben mitkam, ist überschritten. Markus Hartwich, unser Makler, der seiner zusätzlichen Rolle als Baubetreuer mehr als gerecht wird, sendet uns Tag für Tag viele neue Bilder, die er uns zurecht immer wieder mit "nächster Großkampftag auf der Baustelle" betitelt! Nachdem am Tag zuvor der Dachstuhl angeliefert wurde, war dieser am nächsten Tag bereits fertig.

 

Dachstuhl geschlossen
Und schon ist zu... Kaum einen Tag später, nachdem der Dachstuhl gesetzt wurde, ist das Gebälk auch schon mit der Holzunterkonstruktion belegt, auf die die Lattung für die Ziegel kommt. Auch die Bögen zwischen den Säulen, die aus Holz gefertigt sind, wurden eingesetzt. Gleichzeitig arbeitet man schon an der Pool-Shell und an den Ständerwänden (Studs).


Poolschale (Shell)
Beginn des Poolbaus... Ein neues spannendes Kapitel beginnt, der Bau des Pools. Auch dieses Gewerk läuft ganz anders als in Deutschland ab, da hier die Bedingungen durch die fehlende Bodenfrostgefahr einfach besser sind. Für einen Stahlbeton-Pool in Deutschland muss man schon eine Menge Aufwand betreiben, damit dieser auch Bestand hat. Es ist auch bei einer noch so soliden Poolwand aus Beton nicht möglich, die Oberfläche dicht zu bekommen. Von daher ist das immer eine Lösung mit einer Folie, die die kleinen zwangsläufig durch starke Temperaturschwankungen auftretenden Risse zu überbrücken. Auch wenn die Folien sehr dick und reißfest sind, so ist es doch kein Vergleich zu einem Pool mit Steinbelag oder Kunststoffoberfläche. Hier in Florida ist das viel einfacher. Da es keinen Bodenfrost gibt, kann hier mit einer vergleichsweise dünnen Spritzbetonschale gearbeitet werden. Wie funktioniert das? Ganz einfach. In den Aushub wird das Armierungseisen entsprechend der Poolform eingebracht. Darüber wird dann der Beton gespritzt, nicht gegossen. So ensteht eine Poolschale, die später mit einer Art Steinbelag belegt wird. Schön zu sehen ist bereits die Schalung für die Überlaufkante, der "Negative Edge". Wenn sich jemand fragen sollte was das rote "X" am Boden markiert, hier ist der Schatz vergraben  Nein, das ist natürlich der Punkt für den Bodenablauf, also die tiefste Stelle des Pools, die ca. 1,80m haben wird. Auch die Vorbereitungen für den Spa haben begonnen. Da dieser nicht dem meist verbauten Standard entspricht, ist der Bau auch etwas aufwendiger. Gewöhnlich wird ein Spa an den Pool angesetzt, an einer Ecke des Pools. Ein Teil der Spa- Wand grenzt dann an das Wasser im Pool. An dieser Stelle befindet sich ein Einschnitt in der Spa-Wand und erzeugt so einen Überlauf, welcher über eine Marmor- oder Granitbank abfließt. Sieht schön aus, plätschert auch schön. Aber für unseren Geschmack geht es noch schöner und zweckmäßiger. Ein 360Grad-Überlauf-Spa. Bei dieser Variante steht der Spa vollständig im Pool und kann an allen Seiten überlaufen, 360Grad eben. Es gibt also keinen Einschnitt, sondern das Wasser steht bis zur Oberkante und läuft komplett aussen herum über. Zwischen dem äusseren Rand des Pools und des Spas sind ca. 60cm Platz, wo der Pool nur die Tiefe einer Sunledge hat, also ca. 15cm. Hier im Bild sieht man bereits, wie das zu verstehen ist. Die mittlere Säule ist der Spa, aussen herum die Sunledge, ideal zum Planschen für Kleinkinder. Und so sieht das dann nach Einbringung der Stahlbewehrungen aus, oder wie man früher sagte "Armierung". Der gut zu sehende “Negative edge” ist sozuagen ein "Riesen-Skimmer" der auch noch einen schönen optischen Effekt erzeugen wird.

 

Pool Schale betoniert
Montags der Aushub, dann die Verschalung, Verrohrung sowie Stahlbewehrung und freitags darauf schon der Spritzbeton. Das ist Poolbau in einer Woche. Es ist immer wieder erstaunlich, wie schnell hier alles voran geht. Pünktlich nach Zeitplan erreichten uns die Bilder auf´s Wochenende vom ausbetonierten Pool. Nun kann man sich endlich ein richtiges Bild der Form machen. Auf dem Papier ist eben doch alles etwas abstrakt, nur mit viel Vorstellungskraft liess sich erahnen, wie schön dieser Pool mal sein wird. Nachdem man nun die fertige Form sieht ist uns klar, dass wir mit unserer Wunschvorstellung und der Ausführung des Builders mehr als zufrieden sein können. Kurzum, er ist einfach gigantisch geworden. An der schmalsten Stelle noch immer 3,70 breit, eine 6,40m lange Überlaufkante, einen 360Grad Überlauf-Spa mit 1,80m Durchmesser und eine Gesamtlänge von gut über 12m. Auch die Dimension der übrigen Sunledge um den Spa herum kann man nun gut erkennen. Das wird wie erwartet ein praktischer "Kinder-Plansch-Platz",
in dem auch Kleinkinder gefahrlos die Freuden des chlorfreien Wassers, dank des Salz-Elektrolyse-Verfahrens, genießen können. 

 

Ständerwände (Studs)
Da diese Woche nebst allen anderen großen Ereignissen wie der Dachstuhl und der Poolbau nebenbei auch die Unterkonstruktion der Ständerwände (Studs) vollständig gesetzt wurden, gibt es auch hierzu nun die ersten Eindrücke der Zimmeraufteilung. Hierbei ist zu erkennen, wie die Aussenwände im Innenraum isoliert werden. Auf die Wände kommt eine mehrere Zentimeter dicke, formaldehydfreie Isolierung. Diese bildet aus einem Schaumkern und einer auf beiden Seiten aufgebrachten Aluminiumschicht ein Trilaminat, welches die Energieeffizienz signifikant erhöht. Hier rechts im Bild am Beispiel des Bedroom 4 gut zu erkennen, wo am Terrassenausgang bereits mit dem silberfarbenen "AP Foil-faced sheathing" belegt wurde.


Pool freistehend
Nach Aushärten des Betons wurden nun die Stützen entfernt und der Pool steht frei.

 

Beginn Sanitär & Klima
Wir können wieder ein neues Kapitel aufschlagen. Die Sanitär- und Klimaanlagenarbeiten haben begonnen. Hier sieht an bereits, wie die Warm- und Kaltwasserleitungen in der Garage an einem der beiden Plätze für das Manabloc-System zusammenlaufen. Dabei handelt es sich um einen Wasserverteiler, der vom zentralen Wasseranschluss bzw. Durchlauferhitzer sternförmig an die Entnahmestellen weitergeleitet wird. So erhält jede Entnahmestelle direkt Wasser und nicht über eine Ringleitung. Sehr praktisch die farbliche Trennung der Kunststoffwasserleitungen - Verwechslungsgefahr ausgeschlossen. In Deutschland regelt man die Unterscheidung mit unterschiedlichen Isolierungsstärken (Kaltwasser ganz dünne Isolierung, die eigentlich nur zum mechanischen Schutz dient, Warmwasser dicke Isolierung). Da man aber bei dem milden Florida- Klima auf eine Isolierung verzichten kann und die Leitungen nur in den Trockenbauwänden oder über den Dachstuhl laufen, ist hier eben eine andere Unterscheidungsmöglichkeit notwendig. Hier im Bild eines der Gästebäder, der Arbeiter steht gerade in der Dusche. Wie man sieht, kommen die Leitungen alle vom Manabloc und werden nicht ringförmig verteilt. Das soll auch für einen stabilen Wasserdruck bei gleichzeitiger Entnahme an mehren Stellen sorgen. Auf der Deckenverlattung sieht man die weiterführenden Leitungen für die anderen Bäder. Auch die Klimaanlagenbauer sind zu Gange. Es ist schon gut zu sehen, wie sich die Lüftungsschächte der Klimaanlage durch den Dachstuhl ziehen. Hier sieht man nun die beiden installierten Manabloc-Systeme für die beiden Gebäudebereiche. Jede Entnahmestelle wird direkt angefahren. Dank Trockenbau im Innenbereich fällt das zeitaufwendige Schlitzeklopfen weg. Rohrleitungen werden in den Ständerwänden über die Decke verlegt, hier am Beispiel der Waschküche. Hier ist zu sehen, dass auch an den Aussenwänden keine Schlitze geklopft werden müssen. Durch die Isolierung und aufgebrachte Lattung für die Gipskartonplatten ist genügend Raum vorhanden, um Rohrleitungen unter Putz verlegen zu können. Im Bild die Dusche eines Gästebades mit 2 Mischbatterien, eine für die Wandbrause und eine für die Regenwaldbrause. 

 

Fenstereinbau
Während man auf der Poolseite noch an den Rahmen für die Schiebetüren (Sliding Doors) arbeitet, sind an der Front und der Seite die ersten Fenster drin. Die Bögen werden anschließend mit Holz ausgearbeitet. Für das Masterbedroom und den Living Room sind gut die Vorbereitungen für die Pockets (Taschen) zu erkennen. Da diese Taschen später genauso verputzt sind wie die Aussenwand, verschwinden die komplett aufgeschobenen Türen dann praktisch komplett aus dem Sichtfeld.

 

Beginn Putzarbeiten (Stucco)
Nachdem nun die Elektrik fertig gestellt wurde und auch alle Netzwerkkabel im Innen- und Aussenbereich verlegt sind, wurde mit den Putzarbeiten (Stucco) begonnen. Hierzu wurden sämtliche Bögen mit Holzformen ausgearbeitet, auf die dann eine Putzmatte zur besseren Haftung des Putzes aufgelegt wird. Ebenso wurden alle Kanten mit Putzschienen belegt. Bis dahin unterscheidet sich das nicht zur Vorgehensweise in Deutschland. Aber nun wurde zum Teil bereits die erste Schicht Putz aufgetragen. Hier wird das wohl mehrlagig gemacht und nicht auf einmal. Zu sehen ist das Netzwerk-Panel in der Waschküche (Laundry), in dem alle Netzwerkleitungen der Zimmer und des Aussenbereichs für die Kameras zusammenlaufen. Die Kameras werden später ausschliesslich die Aussenbereiche wie Eingang, Equipment-Nische und eventuell die Grundstücksseiten überwacht.

Fenster- und Türeneinrahmungen (Trim)
Es geht weiter mit Verputzen und den Zierrahmen..."Trim" wird das hier genannt. Eine Art lackierter Zierrahmen um die Fenster und Türen. Ab einer gewissen Preisklasse ist das zum Standard geworden. Auch wenn es vielleicht für deutsche Bauherren eher unnötig oder verspielt erscheint, gehört es hier zum Villenstil einfach dazu. Der Amerikaner erwartet es auf jeden Fall und würde ein Haus eher abwerten, sollte dies fehlen. Das trifft auch auf die Kassettendecken und das Crown-Molding zu. Dazu später mehr, wenn der Innenausbau an der Reihe ist. Dieser beginnt voraussichtlich nächste Woche mit den Isolierungen und der Drywall. Die Dachziegel liegen auch schon bereit, werden aber meines Wissens erst nach Fertigstellung der Aussenfassade gelegt, da diese nicht gestrichen sondern gesprüht wird. Und so sieht es inzwischen auf dem Lanai aus (überdachte Terrasse). Auch die Verkleidungen für die Pocket-Doors sind verputzt und werden später in gleicher Farbe wie die Aussenwände gesprüht. Auch die Equipment-Nische nimmt Formen an. Der Stromanschluss mit Zähler (ja, dieser sitzt hier generell draussen und kann von aussen abgelesen werden, bzw. auch online). Die weiße Poolverrohrung bleibt natürlich nicht so, dies dient nur zum Versiegeln der Rohre, bis später die Anschlüsse an die jeweiligen Geräte wie Poolpumpe, Poolheizung, Spa etc. ausgeführt werden kann. Rechts sieht man noch die Anschlüsse für die beiden Klimaanlageneinheiten.


Entertainment-Center
Noch nicht viel zu sehen aber dennoch ist es einen Blick wert: Die Unterkonstruktion des Entertainment-Centers im Wohnzimmerbereich. Im Moment sieht man noch hindurch bis zum Masterbedroom. Wenn es erstmal mit den Drywalls verkleidet ist, integriert sich diese Regal- oder Schrankkombination komplett ins Wohnbild. Die Wände werden in gleicher Farbe gestrichen wie die restlichen Räume. So entsteht ein nicht aufdringlicher Platz für alle Geräte wie LED-TV, Playstation, Wii und Hifi-Anlage. Die Leerrohre, die nach links und rechts verlaufen dienen einer verdeckten Installation der Lautsprecherkabel. Auch Bücher und Deko finden ausreichend Platz. So braucht man sich schon keine Gedanken machen über eine TV-Wandhalterung. Das ist auch das schöne bei den Schlafzimmern. Amerikanische Häuser werden generell mit Einbauschränken, oftmals begehbar, gebaut. Schlafzimmermöbel beschränken sich somit auf Bett, Nachttische, eventuell noch "Dresser" (eine Schubladenkommode mit Spiegel).

 

Dock Update
Inzwischen wurden die Dock-Ropes (Geländer-Ersatz) angebracht. Nun sollten noch die Abschlüsse für die Piles montiert werden (Abdeckungen der Oberseite der Pfähle). Ich glaube dies hier ist auch das erste Regenfoto nach 3 Monaten Bauzeit.


Isolierung (Insulation)
Isolierung der Decken... Ja, Sie haben richtig gelesen. In der Tat fällt die Isolierung hier ganz anders aus als in Deutschland. Nicht das Dach wird isoliert, sondern der obere Teil der Decken, da hier ja kein Stahlbeton verwendet wird. Die restliche warme Luft, die trotz reflektierender Dachziegel noch im Dachstuhl entsteht, zieht durch eine entsprechende Lüftung nach oben ab, die sog. Ridge Vents, gegen Wasser geschützte Lüftungsaufsätze auf dem Dach. Die Luftbewegung wird durch die einströmende Luft aus den Soffits erreicht, einem luftdurchlässigen Lochblech, welches das ganze Dach umrandet. Der gesamte Dachstuhl ist also hinterlüftet. Bei der Isolierung handelt es sich um eine "R30 EcoTouch Fiberglass Insulation", welche fast zu 100% aus natürlichen Materialien besteht. 58% davon besteht aus recycletem Glas. In den Bildern zu sehen die abgesetzten Kassettendecken, die später indirekt beleuchtet werden und ein zusätzliches Gefühl für die Höhe der Räume geben. Diese Art der abgesetzten Decken mit späterem "Crown-Molding" (Zierrandleisten an der Wand am Übergang zur Decke) ist für den geläufigen Villen-Standard ein absolutes must-have, wie auch die wesentlich höheren Räume. Es wird einfach erwartet. Die Türen sind nicht schmäler, obwohl sie so wirken, sondern so hoch, wie in Deutschland die gebräuchliche Deckenhöhe von 2,80m. So vermitteln Sie einen viel schlankeren Eindruck.


Trockenbauwände (Drywalls)
Der Trockenausbau beginnt...Kaum ist die Isolierung drin, beginnen auch schon die Arbeiten für den Trockenwand-Ausbau. In den Bädern werden im Nassbereich Gipskartonplatten mit Dampfsperre verwendet, daher die unterschiedliche Farbgebung.

 

Putzarbeiten abgeschlossen
In den letzten Tagen wurde nun auch der Aussenputz inklusive des Trim fertiggestellt. Auch das Dachdecken neigt sich dem Ende zu.

 

Trockenbau abgeschlossen
Auch die letzten Ständerwände sind nun mit Trockenbauplatten verschlossen. Nur wenige Tage nach Beginn der Installation der Gipskartonplatten ist bereits alles erledigt. Der Arbeitsschutz in Deutschland würde es vermutlich nicht ermöglichen, obwohl es schon sehr praktisch ist: Das Arbeiten auf Stelzen. Tatsächlich schnallen sich die Gipser hier Stelzen an die Füsse und sparen sich das ständige Auf und Ab von der Leiter und müssen eine solche nicht mal verstellen. So geht alles sehr zügig voran und binnen weniger Tage sind nicht nur alle Platten installiert sondern auch noch alle Zwischenräume vergipst.

 

Zierleisten Teil 1 (Crown Molding)
Nach Abschluss der Trockenbauarbeiten kommen die Zierleisten, die nicht nur an den Wand-Deckenübergang kommen, sondern auch in alle Kassettendecken.


Dach gedeckt (Roof Tiles)
Jetzt kann´s regnen. Die Dachdeckerarbeiten sind abgeschlossen, auch wenn die Regenrinnen (Gutter) rings um das Haus noch fehlen, ist Regen jetzt gar kein Problem mehr. So hat sich bewiesen, dass ein Baustart zum Dezember oder Januar die richtige Entscheidung ist, bevor im Juni die Regenzeit anfängt. Unser Builder bietet in unserer Preisklasse diese Regenrinnen schon komplett um das Haus herum als Standard an, was bei vielen Bauunternehmern nicht der Fall ist. Das ist nicht selbstverständlich und normalerweise ein Upgrade. Wer schon Häuser ohne gesehen hat, weiß warum diese auf jeden Fall Sinn machen. Regen ist dreckig und hinterlässt hässliche schwarze Spuren auf den Steinbereichen, mit "Gutters" kann einem das egal sein und man erfreut sich auch nach Jahren noch an schönen farbigen Pflastersteinen (Pavers) und einem sauberen Poolbereich.

 

Zierleisten Teil 2 (Window & Door-Trim)
Weiter geht´s mit den Zierleisten. Das Window- und Door-Trim ist fast fertiggestellt und wird noch gestrichen. Auch das Crown-Molding der Coffer-Ceilings (Kassettendecken) ist fertig. Inzwischen sind auch alles Schiebetüren eingebaut. Sie sind ca. 2cm stark und bestehen aus mehreren Lagen Glas um als "Low E Hurrican Impact Schutzverglasung" klassifiziert zu sein. Bis zu unserer Besichtigung eines Musterhauses im August 2012, hatten wir noch nie eine solch massive Schiebetür in Florida gesehen. Das ist kein Vergleich mehr zu den dünnen, brillenglasähnlichen Türen und Fenstern von älteren Häusern. Diese sind aber nicht aus undurchsichtigem Milchglas wie man auf den Fotos meinen könnte, sondern lediglich bereits abgeklebt, da schon die Aussenfarbe aufgetragen wird.


Pool Randsteine (Bullnose Tiles)
Was hat eine Stiernase mit einem Pool zu tun? Das ist mal eine witzige Bezeichnung für abgerundete Randsteine, die an der Poolkante verwendet werden: "Bullnose Pavers" heissen die Steine, aber was die mit einer Stiernase zu tun haben? Vermutlich wegen der Rundung. Bei einer Übersetzung vom Deutschen ins Englische würde man vermutlich nach "Curbings" fragen, der eigentliche Ausruck für Randsteine. Das würde aber sicher keiner verstehen. Denn als Curbings werden hier hauptsächlich Pflanzbeet-Einfassungen oder Einfassungen um Palmen bezeichnet. Das ist auch ein witziges Thema, was die Herstellung angeht, aber dazu mehr später. Nun zurück zum Thema, die Bullnose Pavers wurden gesetzt, jetzt sieht man schon eine Einfassung des Pools.

 

Aussenfarbe
Jetzt wird´s bunt. Vorbei sind die "grauen" Zeiten, jetzt kommt Farbe ins Spiel und schon sehen triste, graue Wände ganz anders aus. Jetzt fehlt zum gelblichen Haus, roten Dach und blauen Himmel nur noch der grüne Rasen...dann wäre es das perfekte Bild. Ich teile mal ausnahmsweise meine momentanen Gedanken bei diesem Bild: "War das wirklich vor gerade mal 4 Monaten noch eine wilde Wiese? Das geht wirklich unglaublich schnell...wahrscheinlich werde ich mich wiederholen, wenn in wenigen Wochen das Wasser im Pool plätschert. Aber jeder Baufortschritt von einem auf das nächste Bild ist jetzt einfach nur noch schön".


Innenfarbe
Auch innen wird bereits gestrichen. Ebenfalls werden die Türen lackiert. Im Gegensatz zu den Wänden werden diese weiß. Die Wandfarbe ist ein warmer Vanilleton, der sehr gut zu den gesamten Naturfarben des Hauses passen wird.

 

Aussenanstrich fertiggestellt
Die Aussenfarbe und der Trim sind fertig. Inzwischen sind die Malerarbeiten im Aussenbereich weitestgehend abgeschlossen.


Pool-Randfliesen (Waterline Tiles)
Die Randfliesen von Pool und Spa wurden gesetzt. "Waterline Tiles" heissen hier die Fliesen, die zwischen Pooloberkante und dem typischen Poolbelag (Pebble oder Plaster) angebracht werden und an denen später die Wasserlinie steht. Hier kommen Fliesen zum Einsatz, die natürlichen Farben mit einem Marmormuster entsprechen. Auch der Spa ist bereits aussen mit diesen Fliesen belegt, über die dann rundherum das Wasser in den Sunledge überläuft.

 

Pflastersteine (Pavers)
Weiter geht´s mit Farbe. Die Pavers sind da. So langsam aber sicher kommt die Regenzeit, der Himmel ist grau, doch auf dem Bau wird´s bunt. Die farbigen Pflastersteine (Pavers) sind da und wurden auch schon fast überall verlegt. Farbe, Größe und Verlegeart passen für unseren Geschmack optimal zum Haus. Wir hatten viele Farbvariantionen gesehen, die Auswahl ist groß. Doch die Wahl fiel auf das, was wir auch schon bei einigen anderen Häusern auf größerer Fläche gesehen haben. Die freien Stellen auf dem Pooldeck sind die "Planter". Das sind Pflanzbeete, die später mit Lavasteinen abgedeckt werden. Hier finden ein paar Büsche platz, die sowohl automatische Bewässerung als auch Beleuchtung bekommen.

 

Fliesen
Die Fliesen sind fast schon fertig gelegt, diese Woche wird verfugt werden. Da es hier ja keinen Estrich gibt und somit keine Sollbruchstellen, wird direkt auf die Bodenplatte gefliest. Es gibt keine sichtbaren Schnitte zwischen den Räumen und auch in die Schränke hinein wurde nahtlos gefliest. Normalerweise wird in der Küche nicht unter den Cabinets (Schränke) gefliest, für uns deutsche irgendwie unsinnig und unvorstellbar. Da wir Doug aber von vorneherein darauf aufmerksam gemacht hatten, war es überhaupt kein Problem uns auch diesen Wunsch zu erfüllen. Das Bild vom Foyer gibt als einziges Foto ohne Blitz die Farbe der Wand und der Fliesen naturgetreu wieder, auf den anderen Blitzfotos kommt alles etwas "gelber" rüber, was in natur aber nicht der Fall ist.


Panorama Screen
Ungetrübte Aussicht. Innerhalb von nur 2 Tagen nach Anlieferung ist auch der riesige Panorama-Screen fertig, auf den wir besonders stolz sind. Als wir das erste Haus mit einem solchen Screen betreten hatten, wussten wir zuerst nicht woran es liegt, dass einem die Poolarea so großzügig vorkam. Man hatte einfach nur das Gefühl, irgend etwas ist hier anders als bei anderen Häusern. Bis wir dann von Markus auf diese Besonderheit aufmerksam gemacht wurden und sich ein großer "Aha-Effekt" ergab. Während die übliche Bauweise von Screens viele kleine, meist in weiß gehaltene Streben vorsieht, hat man bei Häusern
mit einem Überlauf-Pool zumindest entlang der Überlaufkante ein Panorama-Element. Was spricht aber dagegen, nur solche großflächigen Panorama-Elemente zu verwenden? Eigentlich nichts, denn die dafür notwendigen stärkeren Standsäulen sehen nicht nur besser aus, sondern sind in dieser Stärke auch Pflicht und in der Zwischenzeit vom Baucode her freigegeben. Auch hier haben sich bezüglich der Hurrikan-Festigkeit die Building Codes verändert. Wir finden, es ist kein Vergleich mehr zu den "alten" Käfigen, die ganz besonders in weißer Farbe mit ihren vielen kleinen Streben in kurzen Abständen den natürlichen Ausblick stören. Schauen Sie mal im Foto unten auf den Screen des gegenüberliegenden Hauses. So war es in Sachen Bauplanung von Beginn an ein Muss, einen Panoramascreen zu bauen, wie es ihn bisher eher selten gibt. Mit ein Grund, warum es wichtig ist, den richtigen Builder zu haben, der hohe Ansprüche als selbstverständlich empfindet und auf diese auch jederzeit eingehen kann.


Duschen gefliest
Duschen mit Mosaik. Die Fliesenleger leisten hervorragende Arbeit. Alles fügt sich schön zusammen und ist sauber verlegt. Das Fugenmaterial hat eine einheitliche Farbe und passt ebenfalls sehr gut zu den anderen ausgewählten Naturfarben von Bodenfliesen, Wandfliesen, Wandfarbe und dem Mosaik. Fehlen nur noch die Granitplatten, die in Kürze als Waschtische aufgesetzt werden und dann mit verschiedenen Brauntönen ähnlich dem Mosaik auch harmonisch zusammenpassen. Diese haben wir vor dem Schneiden extra nochmals im Werk begutachtet. Es war toll, dass sich Markus auch hierfür die Zeit genommen hat, mit uns nach Fort Myers zu fahren, um die „Slabs“, die Granitplatten, wie Sie aus den Steinbrüchen in Brasilien kommen, zu begutachten.

 

Die Duscharmaturen
sitzen nicht direkt unter der Brause im Wasserstrahl, sondern etwas versetzt. So kann man ohne nass zu werden das Wasser aufdrehen und bekommt nicht gleich den ersten Schwall kaltes Wasser ab. Auch nicht von den Regenwaldbrausen, die aus der Decke ragen. Desweiteren braucht man sie nicht ständig zu reinigen.

 

Küchen- u. Badmöbel (Cabinets)
Massive Echtholzmöbel auch in der Waschküche. Das hört sich übertrieben an, gehört bei unserem Builder aber zum Standard. Es werden die gleichen Cabinets in allen Räumen verwendet. Auch wenn die Laundry ja “nur” die Waschküche ist, so ist sie in den Staaten aufgrund des fehlenden Kellers eher ein weiteres Stück Stauraum, der zusätzlich Platz bietet und immer auch als Durchgang von Garage zu Wohnraum dient. Sogar die gleiche Granitplatte wird als Waschtisch verwendet. Die Qualität der Möbel ist erstaunlich. Massive Echtholztüren mit einem feinen, wertigen Look & Feel. Auch eine hochwertige Schubladen-Einzugsautomatik gehört bei unserem Hausmodell bereits zum Standard, kein Vergleich zu unserer Küche in Deutschland von einem schwedischen Hersteller.


Granit-Arbeitsplatten und Waschtische (Countertops)
Der Granit ist da! Letzte Woche haben wir live vor Ort in der Natursteinfabrik noch ein zweites Mal einen Blick auf unsere in der Color-Session ausgewählte Granitplatten geworfen. Hierbei wurde noch einmal genau festgelegt, wie die Kanten und Rundungen aussehen sollen und wo die Ausschnitte zu platzieren sind. Ein Fehler wäre hier fatal, von daher lieber 3 Mal drüber sprechen. Aber wie immer kann man sich auf alle verlassen. Hier wird einfach sauber und korrekt und vor allem termingetreu gearbeitet. Heute erreichten uns bereits die Fotos auf denen alle Countertops eingebaut sind. Bei der Granitfirma haben wir dann auch die Spüle und die Waschbecken ausgesucht. Auch die als Spritzschutz (Backsplash) gewählte Granitplatte an der Wand der Küche passt perfekt mit den Steckdosenausschnitten. Über dem Herd typisch für Amerika, der Platz für die Mikrowellen- und Abzugshaubenkombi. Eine geniale Lösung, ist praktisch, spart Platz und sieht einfach besser aus. Markus machte uns auch hier drauf aufmerksam, dass die meisten Hausbauunternehmen die abgezogenen Dünste meist einfach über ein dünnes Rohr in den Dachbereich pusten. Hier wird jedoch nach deutschem Standard gearbeitet und somit auch eine aktive Absaugung eingebaut, die wirklich alle störenden Gerüche direkt über einen Auslass im Dach nach draussen befördert. Es gibt hier auch sehr schöne Küchenfronten, die typisch europäisch rüber kommen, mit glatten Flächen ohne Bögen oder Absätze. Die finden wir zwar auch schön, passen aber unserer Meinung nach nicht zu einem solchen Haus. Etwas amerikanisch muss es schon sein, nur nicht übertrieben. Aber wir haben uns bewusst auch bei den Küchenfronten für die "Arches" (Bögen) entschieden, da sich diese ja auch im Wohnraum bei den Durchgängen oder beispielsweise beim Entertainment-Center wiederfinden. So fügt sich alles zusammen. Unten dann die freihstehende Küchenzeile mit Platz für den Geschirrspüler, sowie den großen Tresen. Ich sehe da schon unsere Cocktails stehen..... Und so sieht das dann im Masterbad mit Granitplatte aus. Im Gegensatz zur Küche wird hier als Backsplash das gleiche Mosaik wie in den Duschen verwendet. Wir lassen uns überraschen, da wir das live noch nicht so gesehen haben. Aber wir sind offen für Neues und wollen es einfach probieren. Unschwer zu erkennen anhand der kleinen Ausschnitte, hier werden keine Unterbauwaschbecken verwendet, sondern aufgesetzte Waschschüsseln.

 

Der Weg zum Dock
Kurz und knapp. Der Weg zum Dock ist ebenfalls fertig. Die Pavers wurden hier wie auch in der Einfahrt und am Weg auf der Südseite mit Beton fixiert und befestigt, damit nichts mehr verrutscht.


Klimaanlagen (AC‘s)
Bald wird´s kühl im Haus. Die Klimaanlagen werden montiert. Zugunsten einer effizienteren Steuerung und Lüftungsverteilung bekommt die Villa Coral Laguna zwei getrennte Klimaanlagen, eine für das Masterbedroom, Masterbathroom und das Büro und die restlichen Gästezimmer und deren Bäder haben eine separate Klimaanlage und können getrennt geregelt werden. Da wir in Deutschland Fans vom Gebäudesystembus KNX (ehemals EIB) sind, wollten wir auch in Florida auf einige dieser angenehmen Steuerungsmöglichkeiten nicht verzichten. So bekommen die Klimaanlagen auch einen Remotezugriff per Web, um jederzeit den Status abfragen zu können oder diese aus der Ferne zu regeln. Vielen Dank hier nochmals an Markus, der uns bei den vielen Details, die hier zu klären waren super unterstützt hat, es hilft halt doch ungemein, wenn man einen Sprachprofi, der gleichzeitig Technikbegeisterter ist, mit an Bord hat.


Elektrische Garagentore
Ohne Handarbeit bewegen sich hier die Garagentore. Das ist Standard, ich habe hier noch nie eine Garage mit Handbetrieb gesehen. Was aber ganz sicher etwas besonderes ist, sind die in unserem Hausmodell standardmässig installierten isolierten Garagentore. Wenn Sie schon mal Gast einer Florida-Villa waren, haben Sie vielleicht die Garage mit dem Wellness-Raum verwechselt, weil Sie glaubten Sie stehen in der Sauna. Tatsächlich sind die meisten üblichen Garagentore aus ganz dünnem Kunststoff, so dünn dass man den Eindruck hat, eine PET-Flasche ist stabiler. Isolierte Garagentore sind wesentlich stabiler, machen einen massiveren Eindruck und lassen wesentlich weniger Hitze von draußen in die Garage.

 

Duschkabinen (Frameless Showers)
Verglaster Regenwald. Endlich sind auch die "Frameless Showers", also die rahmenlosen Duschkabinen zu sehen. Die Glasflächen werden völlig ohne störende grosse Rahmenelemente montiert, was den edlen Eindruck der Bäder vervollständigt. Da die Türen sehr schwer sind, müssen diese laut Vorschrift an einer Wand montiert sein. Deswegen ist auch die Eingangstür in Bathroom 2 (Poolbad) an der Wand angeschlagen und nicht an der Ecke. In Bathroom 3 lässt sich das nicht realisieren, hier kommt ein kleiner Stützrahmen zum Einsatz, da die Tür nur an der Ecke sitzen kann. Die Bäder haben inzwischen auch alle Lampen, Spiegel und das Mosaik bekommen, welches als "Backsplash" dient.

 

Bepflanzung (Landscaping)
Es wird grün. Keine Option, sondern ein per Code (Bauvorschrift) vorgeschriebenes Muss ist die Bepflanzung eines Grundstückes, sobald es mit einem Haus bebaut wird. Vollflächiger Rasen, Sträucher, Büsche, zwei Schattenbäume und soweit ich weiß auch eine Palme sind Minimum, dann erst gibt es eine Abnahme des Bauamtes. Alles weitere ist optional, aber unserer Meinung nach genauso notwendig. Erst in Verbindung mit mehreren großen Palmen bekommt auch die Villa ihr endgültiges Gesicht. Ausserdem, was wäre Florida ohne Palmen. Für das Landscaping wird hier mit schwerem Gerät angefahren, umso schneller ist alles vorbei. Nicht selten haben wir bereits große Sattelschlepper gesehen, die zugebundene Palmen bis zu einer geschätzen Höhe von 10 Metern transportieren. Auch die kleinen Pygmy-Dates auf den Bildern sind noch "geschnürt", wir sind gespannt wie sie nächste Woche aussehen, wenn sie ihre Blätter entfalten können. Innerhalb einer Woche änderten sich die Bilder von überwiegend "sandfarben" zu lebendig grün. So bekommt das ganze gleich ein ganz anderes Gesicht. Auf den Bildern gut zu sehen das hier weitgehend übliche "Curbing", die produzierte Rasenkante um jede größere Pflanze. Dieser Bereich wird dann noch mit dunkelroten Lavasteinen gefüllt.

 

Pool-Belag (Pebble)
Ein weisser Pool? Nein, bestimmt nicht. Die meistgewählte Farbe eines Poolbelages ist doch ein helles Türkis oder Blau. Betrachtet man die Bilder auf denen gerade der Poolbelag (Pebble) aufgebracht wird, könnte man jedoch meinen, wir haben uns für weiss entschieden. Tatsächlich ist es aber so, dass die Farbe erst entsteht, wenn das Wasser drin ist. Kaum vorstellbar, aber auch dieser Pool wird nachher türkisfarbenes Wasser haben, das dem der Karibik ähnelt. Beim Pebble handelt es sich um ein patentiertes, hier gängiges Steinbetongemisch zur Beschichtung von Pools.


Türkisfarbenes Wasser!
Und da plätschert es. Endlich ist es soweit! Heute sehen wir zum ersten Mal das türkisfarbene Wasser des gerade fertig gewordenen Pools. Zur Zeit wird noch an der Bepflanzung gearbeitet, die Palmen sind teilweise noch geschnürt und auch der Lavastein für die Beete fehlt noch. Kaum zu glauben, dass hier fast 5000kg des Lavasteins benötigt wird. Noch einige andere Kleinigkeiten, wie zum Beispiel der Maler für das entgültige finish, dann sollte wenn alles glatt geht in wenigen Tagen die CO durch und alles offiziell fertig sein.

 

Pool LED-Beleuchtung
Es werde Licht. Inzwischen wurde die Poolbeleuchtung in Betrieb genommen. Hierbei handelt es sich um die stromsparende, langlebige LED-Technik, die auch einen rotierenden Farbwechsel ermöglicht. Diese wird dann später per Fernbedienung geregelt. Wir sind gespannt, wie es im Dunkeln aussieht.


Blinds (Jalousien)
Eigentlich schon fast ein Thema der Einrichtung. Als "Blinds" oder auch "Shutters" werden hier Jalousien bezeichnet. Richtige Rolladen oder Rolladenkästen wie in Deutschland üblich gibt es hier nicht. Abgedunkelt wird hier generell über innenliegende Jalousien. Es gibt verschiedene Lösungen. Sehr verbreitet sind die vertikalen "Blinds", die sich verstellen lassen, so wie wir sie in Deutschland oft in Büroräumen vorfinden. Im privaten Bereich gefällt uns dies gar nicht. Jalousien, deren Lammellen horizontal verlaufen, mit Schnur zu bedienen sind, sehen aber auch nicht viel schöner aus. Aus diesem Grund waren wir von der folgenden Lösung auch so begeistert. Tatsächlich gibt es hier elektrische Jalousien, die aus einer Art Zellstoff sind und ähnlich wie ein richtiger Rolladen aussehen. Es gibt die Variante, die lichtdurchlässig ist und eine die komplett verdunkelt. Da es aber hier primär um die "Privacy" und den Sonnenschutz geht, haben wir uns für die lichtdurchlässige Variante entschieden. Im Urlaub schläft man normalerweise eh nicht lange! Zu schade ist die Zeit, um das schöne Wetter und Klima zu verschlafen. Die Abdunklung, die man mit diesen Blinds erreicht, ist gerade im Urlaub auch für die 100%-Dunkelschläfer, wie ich einer bin, voll ausreichend.

 

Endabnahme (C.O. = Certificate of Occupancy)
Fertig! Nach gerade einmal knapp 7 Monaten ist alles vorbei. Der Bau ist abgeschlossen, die Abnahme gemacht und die Wohnfreigabe ausgestellt. Damit ist die Villa offiziell bewohnbar. Tatsächlich verlief alles ohne Verzögerung termingerecht ab, auch die Abnahme stellte kein Problem dar, alles perfekt bei der ersten Gesamtinspektion. In den letzten Wochen wurden noch kleinere Detailarbeiten ausgeführt, die Endreingung gemacht und die Bepflanzung fertig gestellt. Unserer im voraus geplanten Möbellieferung steht also nichts im Wege. Es ist wirklich sehr beruhigend, wie einfach das alles doch war und ist. Wir haben bis zum Schluss mit Problemen gerechnet, man dachte immer wieder, das kann es doch gar nicht geben. Einen Neubau so ganz ohne Probleme, Verzögerungen oder anderen Hiobs-Botschaften, das gibt es nicht einmal in Deutschland. Tatsächlich neige ich jedoch dazu zu behaupten, das man uns hier auf der anderen Seite des Globus in Sachen Zuverlässigkeit ganz schön was vormacht. Auch von anderen Bauherren haben wir nur Positives gehört. Natürlich kommt es elementar auf die richtige Wahl des Builders und eines zuverlässigen, qualifizierten Baubetreuers an. Was das angeht sind wir sicher, dank vieler Erfahrungsberichte im Internet, voll ins Schwarze getroffen zu haben.

 

Markus Hartwich ( -> http://www.capecoralhaus.com) war es, der uns überhaupt erst zu der Idee des Neubaus geführt hat. Dank seiner hoch informativen Webseite sind wir überhaupt erst zum Thema Neubau gekommen. Vorher wäre es uns unverständlich gewesen, wie man denn über eine solche Entfernung selbst bauen kann. Aber dank einer hervorragenden Kommunikation und ausgezeichneten Beratung sind wir diesen Schritt gegangen und bereuen es keineswegs. Interessanterweise hat uns die Betreuung von Markus von der Idee bis zur Umsetzung nichts gekostet (mit Ausnahme der eigentlichen Bauüberwachung, die er zu einem sehr fairen Preis anbietet). Keine Frage blieb unbeantwortet, nichts ungelöst und man kann getrost sagen, alle unsere Wünsche wurden erfüllt. Die Erwartungen waren hoch und wurden bei weitem übertroffen. Ich glaube, wenn Sie unseren Bericht gelesen haben, werden sie zum gleichen Schluss kommen. Die Bilder sprechen für sich. Mit Markus an unserer Seite machte es Woche für Woche auf´s Neue einen Riesenspass, den Baufortschritt durch seine souveräne Berichtserstattung und die wöchentlichen Bilder zu verfolgen. Es ist schon schade, dass das jetzt zu Ende geht. Wir haben mit Markus nicht nur einen tollen Makler und Neubauberater kennengelernt, sondern einen Menschen der ein Höchstmaß an Vertrauen durch sein Engagement und seine Qualitäten verdient hat. Wir hoffen auch in Zukunft den Kontakt nicht zu verlieren, auch wenn wir nur 1-2 Mal im Jahr in Cape Coral sein können. Gäbe es nicht die "Geldfrage", könnte man das Bauen mit ihm glatt zum Hobby machen.  Aber zum perfekten, vertrauenswürdigen Bauberater und Baubetreuer gehört auch der richtige Builder. Und hier sollte man sich auf die Empfehlung vor Ort verlassen. Leider mussten wir selbst parallel miterleben, wie manch einer sich von der Größe und Popularität eines Unternehmens hat blenden lassen und letztendlich nicht glücklich damit wurde. So sind wir froh, dank Markus die Wahl für den Richtigen getroffen zu haben. Auch er tut alles für die Kundenzufriedenheit, auch wenn das sicher nicht immer einfach ist, schon gar nicht bei anspruchsvollen, qualitätsorientierten, deutschen Bauherren, wie wir es sind. Alles in allem müssen wir aber sagen, jeglicher Zweifel an Qualität oder Standard gegenüber deutschen Häusern ist aus dem Weg geräumt. Massivbauweise, Energieeffizienz durch Ziegeldächer, Impact Wärmeschutzverglasung, intelligente Klimasteuerungen und Türschlösser, die sogar aus Deutschland regelbar sind und vieles mehr zeigen, dass sich amerikanische Häuser nicht hinter der so hoch gelobten deutschen Qualität verstecken müssen.

Ganz im Gegenteil. Viele Dinge sind innovativ, zeitgemäß und einfach ein "must have". Vieles ist hier bereits bedingt durch die Bauvorschriften, die nach diversen Hurrikans immer wieder verschärft wurden, es stabiler und sicherer gebaut als in Deutschland. Zum Beispiel die Hurrican Impact Wärmeschutzverglasung lässt sich nicht mal mit einer Spitzhacke und roher Gewalt durchdringen. Auch ein quer fliegender Pfahl hat keine Chance. Dachziegel werden hier am Dach befestigt und gegenüber deutschen Dächern nicht nur aufgelegt. Es gibt einiges, was einen Staunen lässt und einem einen ganz anderen Qualitätseindruck vermittelt als angenommen. Zu guter letzt, als Abschluss meines Bauberichtes, möchte ich hier noch einmal meinen Dank zum Ausdruck bringen: Markus (im Bild rechts), vermissen werden wir die Zeit unserer intensiven Kommunikation, die sogar manchen Mailserver lahmgelegt hat. Wir danken Dir für über 400 emails und 600 hochauflösende Bilder, die uns zusammen mit Deiner ausführlichen Berichterstattung sieben Monate lang bei einem Projekt begleitet haben, das ohne Dich so nicht möglich gewesen wäre. Du hast uns zur Realisierung eines Wunsches verholfen, den wir seit 20 Jahren geträumt haben. Nun ist er Realität. Wir wünschen Dir viel Erfolg mit weiteren zufriedenen Bauherren und hoffen, dass wir uns oft wiedersehen werden. Wir danken Dir von ganzem Herzen!

 

Erfahrungsbericht Neubau Modell Gulf Gateway

 

Erfahrungsbericht Neubau Modell Gulf Gateway

Markus Hartwich, Immobilienmakler in Cape Coral mit Michael Häusler und Familie (www.Ferienhaus-CapeCoral-Florida.com)

 

 

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